Die Verabschiedung des Haushaltes 2026 war am Dienstagabend der Schwerpunkt der Marktgemeinderatssitzung. Zudem wurde Gabriele Zottmann bis zum Ablauf der aktuellen Wahlperiode zur Seniorenbeauftragten der Gemeinde ernannt.
Bürgermeister Thomas Hümmrich (ÜWG/FW) dankte der ehemaligen Gemeinderätin, die sich für dieses Ehrenamt beworben hat. Die Ausschreibung war erforderlich, weil sich aus dem Gremium niemand bereit erklärte, dieses Amt zu übernehmen.
In seiner Haushaltsrede sprach Bürgermeister Hümmrich davon, dass seine Gemeinde ebenso wie viele andere Kommunen unter enormem finanziellen Druck stehe. Er sagte, er gehe davon aus, dass der Haushalt 2026 keine Genehmigung der Rechtsaufsicht erhalten wird.
Der allgemeinen Rücklage wurden im vergangenen Jahr 437.165 Euro zugeführt. Somit stieg diese auf 936.265 Euro . Diese werde aber bis zur erforderlichen Mindestrücklage in diesem Jahr nahezu aufgebraucht. Der Schuldenstand der Gemeinde betrage voraussichtlich zum Ende des Jahres 5.490.039 Euro .
Die Gewerbesteuer wird im Haushaltsplan mit 1,285 Millionen Euro veranschlagt. Diese Summe, so Hümmrich, entspreche den aktuellen Zahlen des Finanzamtes. Gegenüber dem Vorjahr sei das ein Minus von rund 250.000 Euro . Die Schlüsselzuweisungen sinken aufgrund des guten Jahres 2024 um 600.000 Euro .
Bei den Ausgaben gehe der Markt aufgrund von Tarifsteigerungen und Mehrkosten von einer Summe von 100.000 Euro aus. Am deutlichsten mache sich der Anstieg bei der Kreisumlage mit 700.000 Euro bemerkbar.
Weiterhin sprach der Bürgermeister beim Freibad von einem Defizit von circa 240.000 Euro ; darin seien 125.000 Euro an Personalkosten enthalten. Ein Defizit werde beim Abwasser in Höhe von 14.000 Euro kalkuliert. Im Friedhofswesen gehe die Gemeinde dagegen von einer Kostendeckung aus, wobei die Leistungen des Bauhofs nicht berücksichtigt seien.