Ausführlich diskutiert wurde während der letzten Gemeinderatssitzung die starke Beeinträchtigung des Vereinslebens während der langen Lockdownzeiten. Sowohl die Kegel- als auch die Fußballabteilung des SV Rot-Weiß-Gerach hatte einen Antrag auf Mietminderung gestellt.

Wegen des verbotenen Sportbetriebs baten die einen um einen Verzicht des Vermieters auf die Hälfte der Mieteinnahmen für die Kegelbahn, die anderen bezüglich der Umkleideräume um eine Gebührenermäßigung, zumal keinerlei Nebenkosten und Reinigungsgebühren angefallen waren.

Das Fehlen von Einnahmen durch Feste und vermehrte Austritte, zum Beispiel von einem Drittel an Mitgliedern der Kegelabteilung, stellen die jeweiligen Kassenverwalter vor Herausforderungen.

Ein Antrag für das Förderprogramm der Sparkasse sei zwar gestellt worden, ein Bescheid stehe jedoch noch aus, antwortete Bürgermeister Sascha Günther ( CSU ) auf Nachfrage. Erfahrungsgemäß würden aus diesem Topf nur diejenigen Vereine unterstützt, die „rote Zahlen“ schrieben.

Gemeinderat Gerhard Ellner ( SPD ) plädierte dafür, dass die Gemeinde nicht dazu helfen sollte, die Vereine „ins Minus“ zu bringen, und Rolf Baier (UWG) fügte hinzu: „Uns machen diese Beträge nicht ärmer und nicht reicher.“

Wo bleibt der Zusammenhalt?

Gemeinderätin Petra Schmitt ( CSU ) zeigte sich enttäuscht davon, dass so viele Austritte zu verzeichnen seien: „Gerade in diesen schlechten Zeiten muss man doch zueinanderstehen!“

Somit wurde den Anträgen insofern einstimmig entsprochen, als einmal für sechs Monate auf die Miete der Kegelbahn verzichtet wird und die Fußballabteilung mit einer Reduzierung um 250 Euro rechnen darf. awa