Trotz Wintereinbruch und Lockdown lag der saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit unter der 2000er Marke, die bei anhaltenden Frostperioden im Januar erreicht wird. Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk Bamberg-Coburg der Arbeitsagentur erhöhte sich seit Ende Dezember um 1757 Personen (+ 14,0 Prozent) auf 14 757.

Überwiegend, mit einem Anteil von 75,9 Prozent, wurden vorübergehend Männer saisonal bedingt entlassen. Ihre Arbeitslosigkeit stieg um 1333 (+18,7 Prozent). Die Zahl der Frauen nahm indes nur um 424 (+7,9 Prozent) zu. Insgesamt liegt die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk um 19,2 Prozent bzw. 2301 Personen über dem Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Januar um 0,5 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 3,4 Prozent.

Die üblichen Einflüsse des Winters auf die Beschäftigung wirken sich in der Stadt Bamberg schwächer aus als in den Landkreisen. Trotz des verlängerten Lockdowns hinterließ die Corona-Krise beim Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar kaum Spuren. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich in den ersten vier Wochen des Jahres um 181 Personen (+9,1 Prozent) auf 2171. Aktuell sind 22,7 Prozent (+401) mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Vorjahr. Im letzten Monat fanden lediglich vier Menschen weniger eine neue Beschäftigung als im vergangenen Jahr. Die Arbeitslosenquote zählt 5,1 Prozent (Dezember 4,7 Prozent, Vorjahr 4,2 Prozent).

Mehr Arbeitslose im Landkreis

Im Landkreis kletterte die Zahl der Arbeitslosen in den ersten Wochen des neuen Jahres saisonal bedingt um 13,6 Prozent bzw. 336 Personen auf 2811 Menschen. 77,4 Prozent des Anstiegs entfiel auf die Männer. Es verloren 12,2 Prozent weniger Menschen (-75) ihren Job, während 8,1 Prozent weniger (-16) als im letzten Jahr eine neue Beschäftigung fanden.

Aktuell sind 673 mehr Personen (+31,5 Prozent) im Landkreis arbeitslos registriert als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich seit Ende Dezember um 0,3 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent (Vor-jahr 2,4 Prozent). Das ist die niedrigste Quote im Agenturbezirk. red