Die rund 70-minütige Kurzfilmrolle „Bamberg-Flimmern“ bietet Einblicke in das Bamberg von damals und heute und berichtet in Dokumentationen, Spielfilmen und Musikvideos von historischen und aktuellen Ereignissen aus Sport, Kultur und Gesellschaft. Die Kurzfilme zeigen Bamberg , wie es jeder kennt, Bamberg wie es keiner kennt. Und Bamberg , wie es keiner mehr kennt. „Bamberg-Flimmern“ wird in der Kulturfabrik (Kufa), Ohmstraße 3, am heutigen Donnerstag, am Freitag, 28, und am Samstag, 29. Mai, jeweils um 20 Uhr gezeigt.

Abseits der verklärten Hochglanzprospekte zur Traumstadt der Deutschen zeigt „Bamberg-Flimmern“ in einem bunten Mix die Menschen, die Bräuche, die Kultur und das Leben in Bamberg von früher bis heute. Ausgegraben wurden historische Film-Dokumentationen wie zum Beispiel Aufnahmen von Bamberg aus dem Jahr 1957, gedreht in 16 mm Color, oder Schwarzweißaufnahmen aus dem Jahr 1963 zur historischen Rauchbierbrauerei „Schlenkerla“. In der Dokumentation „In Bamberg war der Teufel los“ wurden Filmaufnahmen von Werner Kohn zum „Roten Knastcamp Ebrach“ aus dem Jahr 1969 mit weiteren Filmdokumenten neu geschnitten und vertont. Gezeigt werden unter anderem Aufnahmen über den berühmten „Sturm“ auf das Bamberger Landratsamt und die Entlassung der „Kommunarden“ aus dem Bamberger Gefängnis in der Sandstraße. In einem weiteren Filmhighlight verraten die Bamberger Gärtner das Geheimnis des Stuhlträgers bei der Fronleichnamsprozession.

Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz und so erzählt die Dokumentation „Der Burgmaler“ aus dem Jahr 2010 über den 2015 verstorbenen Maler Edgar Stengele, der 50 Jahre sein Atelier und seine Wohnung auf der Altenburg hatte. Für Vergnügen sorgt auch der Ratgeberfilm „Fit in den Frühling“, der Tipps gibt, wie man den elenden Winterspeck los wird und sich fit macht für den Bamberger Weltkulturerbelauf. Im Poetry Clip „Abzählreime“ erheitert Nora Gomringer die Zuschauer mit einem Gedicht von Joachim Ringelnatz . Und wer bei der Sandkerwa 2016 durch die Sandstraße schlenkerte, und den Satz: „Allmächd na do is a Kamera!“ ausgerufen hat, sollte wissen, dass er zum Protagonisten beim Film „ Sandkerwa “ wurde.

Sport und Musik inbegriffen

Natürlich dürfen in der Filmrolle der Sport und die Musik nicht fehlen. So belegen Filmausschnitte, wie die Brose Baskets 2013 mit beeindruckendem Mannschaftsgeist zum 6. Mal die Deutsche Meisterschaft im Basketball gewinnen. Musikalisch präsentieren sich „Bambägga“ mit ihrem Musikvideo „Produktivitäter“, und die Bamberger Symphoniker zeigen in einem kurzen Clip musikalisch auf, dass sie ein außergewöhnliches Orchester in einer außergewöhnlichen Stadt sind.

Gezeigt wird auch der preisgekrönte Film „You & Me“ aus dem Wettbewerb „Made in Oberfranken“ der Bamberger Kurzfilmtage aus dem Jahr 2013, in dem eine Mädchenclique durch ihren Stadtteil Gereuth streift. Und zum Schluss gibt es doch noch eine offizielle Liebeserklärung an Bamberg . Während „ Soul Jam“ ihre Stadt Bamberg besingt, porträtiert der Film „Time-Lapse Bamberg “ im Zeitraffer-Modus Altes Rathaus, Dom, Michelsberg, Altenburg und viele weitere Orte, die Bamberg lebens- und liebenswert machen.

Die von der Kufa zusammengestellte Kurzfilmreihe „Bamberg-Flimmern“ lädt alle Bürger aus Stadt und Landkreis Bamberg ein, einen zweiten Blick auf ihre Stadt zu werfen. Der Eintritt ist frei. Spenden gehen an das Lichtspiel-Kino und die Bamberger Kurzfilmtage. red