In Bambergs düsteren Gassen lauern Halunken und Räuber , Stadtwachen und Henker. Der Veranstalter „Bamberger Gassenspiele“ macht das Weltkulturerbe zur Bühne und verbindet Theater und Stadtführung zu einem einmaligen Erlebnis.

Wer glaubt, für das gefährliche Räuberleben geeignet zu sein, trifft bis 27. August jeden Freitag, und bis 6. November jeden Samstag um 20 Uhr am Hintereingang der Tourist-Information auf Räuberin Karla. Mit ihrer Räuberbande aus Zuschauern findet sie auf den Spuren von Friedrich Schillers „Die Räuber “ Fluch, Gefahr , Tod und Schande! Unterwegs vom alten Kanal, über die Villa Concordia zur Stephanskirche machen „schillernde“ Gestalten den Theaterspaziergang zu einem spannenden und kurzweiligen Abend. „Galgenstrick und Räuberbraut“ entführt in eine Zeit, in der Räuberbanden Dörfer in Angst und Schrecken versetzten und die erbarmungslosesten Hauptmänner Frauen waren.

Von 4. September bis 5. November startet „Wie der Henker zu seinem Weib kam“ jeden Freitag um 18.30 Uhr am Vordereingang der Tourist-Information. Die lebenshungrige Marie, die Stadtwache Edelbert und der Bamberger Henker lassen den Schauder mittelalterlicher Gerichtsbarkeit hautnah erleben. Auf dem Weg von Schloss Geyerswörth, vorbei am Kranen bis zur Universität erleben und erfahren die Teilnehmer allerlei Faszinierendes über Straftaten und Hinrichtungsarten, Lebenskunst und Liebesleid im alten Bamberg .

Inmitten des Weltkulturerbes trifft man am Ende auf Meister Franz, den Bamberger Scharfrichter. Die Halsgerichtsordnung und ihre Verbindung zu Bamberg , die merkwürdigen Zutaten des Arme-Sünder-Fetts und wie der Henker zu seinem Meisterbrief kam, sind nur einige Geheimnisse, die unterwegs gelüftet werden. Ob der Henker am Ende gar sein schauerliches Amt verrichten wird? Das hängt ganz von den Zuschauern ab.

Tickets für die Bamberger Gassenspiele gibt es bei der Tourist-Info, Telefon 0951/2976200, unter info@schau-und-spiel.de oder Telefon 09545/322111. red