Die gute Nachricht kam ganz am Ende der öffentlichen Sitzung der Räte der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kirchehrenbach-Weilersbach-Leutenbach: Ab nächstem Jahr ist die VG schuldenfrei.

Einstimmig billigten die Räte daher auch den Haushaltsplan 2021 nebst der Haushaltssatzung und dem Finanzplan bis 2024. Der Verwaltungshaushalt für die drei Kommunen schließt mit 973 000 Euro und der Vermögenshaushalt mit 149 800 Euro ab. Die Verwaltungsumlage pro Einwohner wurde auf 111,70 Euro festgesetzt und die Investitionsumlage pro Einwohner auf 11,26 Euro.

Verwaltungsumlage

Die Verwaltungsumlage bleibt wie im Vorjahr bei 655 000 Euro und die Investitionsumlage erhöht sich um 5500 auf 66  000 Euro. Dadurch erhöht sich die Gesamtumlage auf 721 000 Euro, was pro Einwohner 122 Euro bei einer Gesamteinwohnerzahl von 5893 entspricht.

Sanierung und Unterhalt

Eine Reduzierung der Umlagen ist in den folgenden Jahren nicht absehbar. Ursächlich dafür sind die geplante Sanierung und Erweiterung des Verwaltungsgebäudes, die überörtliche Rechnungsprüfung sowie die erhöhten Unterhaltskosten. Neben den üblichen Kosten für den Bauunterhalt fallen in den nächsten Jahren auch weitere außerordentliche Ausgaben an, 2021 zum Beispiel für die Einrichtung eines Bürgerbüros 20 000 Euro, für die Erneuerung der EDV-Ausstattung mit dem neuen Bürgerserviceportal 35 000 Euro, für Fort- und Ausbildungskosten 12 000 Euro, für die Neuerstellung der VG-Internetseite 10 000 Euro, für die Vorplanung eines barrierefreien VG-Gebäudes 20 000 Euro und für die überörtliche Rechnungsprüfung 40 000 Euro.

Der dickste Brocken

Bis 2024 ergibt sich eine voraussichtliche Gesamtinvestitionssumme von 933 000 Euro, bei der der dickste Brocken der barrierefreie Um- und Anbau des VG-Gebäudes ist. "Im Landkreisschnitt sind wir aber immer noch die günstigste Verwaltungsgemeinschaft, wir wollen aber auch personalmäßig aufrüsten", erklärte Geschäftsstellenleiter Klemens Denzler, der den Haushaltsplan vorstellte. Seiner Neukalkulation der Verwaltungskosten stimmten die Räte ebenfalls zu.

Digitales Rathaus

Ebenfalls Zustimmung fand der bereits am 25. August eingereichte Förderantrag für das Förderprogramm "Digitales Rathaus." Mit Gesamtkosten von 21 800 Euro können bei einem Zuschusssatz von 80 Prozent 20 Programme für die Bürger bereitgestellt werden, die es möglich machen, zum Beispiel den Personalausweis künftig vom eigenen PC aus zu beantragen oder die Zählerstände der Wasseruhren digital zu übermittel. Im Preis enthalten ist ein Fünf-Jahres-Service.

Laut Geschäftsstellenleiter Denzler zahle es sich wegen des neuen Förderprogramms nun aus, dass er zunächst zögerlich gewesen sei. "Andere Gemeinden, die hier vorgeprescht sind, haben jetzt ein Problem", meinte Denzler.

Entlastung durch Software

Der Weilersbacher Bürgermeister Marco Friepes (CSU/AB) begrüßte die Anschaffung der neuen Software. "Das ist gerade in der jetzigen Zeit sinnvoll und unglaublich wichtig", befand Friepes, der hofft, dass dadurch die Mitarbeiter entlastet werden und dann mehr Zeit für anderweitige Aufgaben haben.