Zivilcourage-Coaching: Das kleinste Gymnasium Bayerns gewinnt den 3. Preis

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Preisverleihung an das FMG: (Von links) Bernd Holthusen, Organisatorin Roswitha Wenzl, Schulleiter Martin Steinel; die ehemalige Wertebotschafterin Fiona Daniel (11a), Barbara Libner (mitverantwortliche Lehrkraft) und Heike Mais vom Verein „Zivilc...
Preisverleihung an das FMG: (Von links) Bernd Holthusen, Organisatorin Roswitha Wenzl, Schulleiter Martin Steinel; die ehemalige Wertebotschafterin Fiona Daniel (11a), Barbara Libner ...
Preisverleihung an das FMG: (Von links) Bernd Holthusen, Organisatorin Roswitha Wenzl, Schulleiter Martin Steinel; die ehemalige Wertebotschafterin Fiona Daniel (11a), Barbara Libner (mitverantwortliche Lehrkraft) und Heike Mais vom Verein „Zivilc...

Die Münchner Inner Wheel Clubs haben letzte Woche im Pressehaus des Münchner Merkur zum vierten Mal den Zivilcourage-Preis verliehen. Damit zeichneten sie herausragende Projekte an bayerischen Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien aus, die in beispielhafter Weise Zivilcourage förderten und Schülerinnen und Schüler zu einem respektvollen, gewaltfreien Miteinander anleiteten. Mit dabei war auch das Bad Brückenauer Gymnasium.

Das musikalisch festlich umrahmte Programm wurde mit der Videobotschaft des Bayerischen Staatsministers für Digitales, Dr. Fabian Mehring (MdL) eröffnet, dessen Anliegen vor allem der Eingrenzung von Hass-Botschaften im Internet und dem Widerstand gegen Cyber-Mobbing gilt. Nach eigenen Aussagen war es den namhaften Jury- Mitgliedern, die den BLLV, den Bayerischen Elternverband, den Weißen Ring, das Polizeipräsidium München und die Dominik Brunner Stiftung vertraten, dieses Jahr sehr schwergefallen, sich unter den vielen, zum Teil sehr unterschiedlichen Beiträgen zu entscheiden.

Der dritte Preis – dotiert mit 1000 Euro – ging an das Franz-Miltenberger-Gymnasium, dessen Schülerinnen und Schüler den Wert Zivilcourage als Motto für das Schuljahr 2024/25 gewählt hatten. Die Laudatio hielt Bernd Holthusen vom Deutschen Jugendinstitut München, ebenfalls Mitglied der Jury. Er betonte, dass das vielfältige Jahresprojekt die Jury überzeugt habe: Im Unterricht beschäftigten sich alle Klassen mit dem Wert Zivilcourage, Rollenspiele und kreative Projekte vertieften das Thema praxisorientiert, die Eltern wurden durch Informationen einbezogen. Höhepunkt war die „Woche der Zivilcourage“, in der alle Schülerinnen und Schüler an einem professionell begleiteten Training des Münchner Vereins Zivilcourage für ALLE teilnahmen. Ziel war es, Handlungssicherheit zu gewinnen und Verantwortung in schwierigen Alltagssituationen zu übernehmen. Großzügig unterstützt wurde das Projekt vom Schulverein des FMG. Die Jury würdigte insbesondere die breite Beteiligung der gesamten Schulgemeinschaft sowie die enge Zusammenarbeit mit externen Partnern. Diese nachhaltige Verankerung des Themas im Schulalltag gab den Ausschlag für die Auszeichnung.

Der erste Preis ging an das Goethe-Gymnasium in Regensburg, das in Zusammenarbeit mit der Universität, der Schulpsychologin und der Sozialpädagogin Schülerinnen und Schüler ausgebildet hat, um im Mentoring ihren Mitschülern in allen Problemen des Alltags als Ansprechpartner beratend und konfliktlösend beizustehen. Die Realschule Pegnitz erhielt den zweiten Preis für ihre Toleranztage, die nun jedes Jahr stattfinden: ein buntes Programm aus Workshops, Vorträgen, kreativen Aufgaben, Kinobesuchen und einem Spendenlauf, das ein Zeichen für Vielfalt, Mitmenschlichkeit und Toleranz setzte.

Mit Freude und Dankbarkeit geben die für das Projekt verantwortlichen Lehrkräfte sowie die ehemalige Wertebotschafterin Fiona Daniel im Rahmen der Werte-Projektgruppe der Schülermitverantwortung (SMV) das Preisgeld weiter an Stefan Richter, den Vorsitzenden des FMG-Schulvereins.

Nur mit dessen großzügiger Unterstützung, die vor allem auf Elternspenden basiert, war die Coaching-Woche möglich geworden. Mit dem Geld werden den Schülerwünschen gemäß weitere praxisnahe, wertorientierte und nachwirkende Projekte gefördert.  red