In der letzten Sitzung des Stadtrats war die Sitzung vollgeladen mit Themen. Neben einem Antrag mehrerer Fraktionen zum Klimaschutzmanagement der Stadt (wir berichteten) gab es auch den Antrag von Rosina Eckert (Forum Aktiv) und Britta Bildhauer (SPD), das Kommunalunternehmen (KU) Regiowerk Münnerstadt „unverzüglich ins Leben zu rufen“. Es soll die Beteiligung Münnerstadts an Erneuerbare-Energien-Projekten ermöglichen. Die Beschlüsse des Stadtrats seien gefasst, im Haushalt seien Gründungskosten und Stammkapital vermerkt.
„Es wäre fatal, wenn die Stadt Münnerstadt die Chancen für die Zukunft durch zögerliches Handeln vertun würde“, heißt es im Antrag. Bürgermeister Michael Kastl (CSU) berichtete, das Rechtsberatungsbüro BBH habe Folgendes geraten: Es sei sachgerecht, das KU erst dann operativ zu starten, wenn der Schritt rechtlich und wirtschaftlich belastbar vorbereitet sei. Bei der Beteiligung am Windpark sei die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit zu klären und werde derzeit intensiv diskutiert. „Ich würde vorschlagen, den Antrag abzulehnen. Wenn von BBH, dem Überlandwerk und R3 grünes Licht kommt und sie uns sagen, was wir tun sollen, gründen wir das KU. Das entsteht einen Tag nach öffentlicher Bekanntmachung und ist dann handlungsfähig.“ Dem stimmten alle außer die Antragsstellerinnen sowie die Grünen-Fraktion zu. Neben den Plänen für eine Feuerwehrgarage für die Münnerstädter Wehr war auch die Gründung einer Kinderfeuerwehr in Münnerstadt Thema. „Sie soll eine Kinderspielgruppe sein, in der den Kindern spielerisch bestimmte Werte sowie das Verhalten in Notsituationen vermittelt werden. Mit 12 Jahren können die Mädchen und Jungen dann der Jugendfeuerwehr beitreten.“ Im Gegensatz zu Reichenbach, wo die Kinderfeuerwehr über den Verein läuft, soll die städtische Kindergruppe wie die Münnerstädter Feuerwehr selbst über die Stadt laufen. Auf die Frage nach den Kosten sagte der zuständige Feuerwehrler, Rüdiger Knötgen, dass für die Gruppe keine großen Summen entstehen würden. Die Kleinen bräuchten weder Ausbildung noch Ausrüstung. Das Gremium stimmte der Gründung zu.