Nüdlingen investiert in Hort und Schlossberg-Grundschule

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Der Entwurf für das neue Grundschulgebäude in Nüdlingen. Quelle: Architekturbüro hjp
Der Entwurf für das neue Grundschulgebäude in Nüdlingen. Quelle: Architekturbüro hjp

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung mehrere Bauvorhaben beraten und Kredite für den Neubau des Horts sowie der Schlossberg-Grundschule beschlossen. Außerdem stellte der Revierleiter die Forstbetriebsgemeinschaft Rhön Saale vor.

Einstimmig stimmte der Gemeinderat dem Bauvorhaben an der Albrecht-Merck-Straße in Haard zu, wie die Gemeinde schreibt. Die Eigentümer wollen ein bestehendes Wohnhaus sanieren und umbauen, Teile einer Scheune abreißen und an ihrer Stelle Wohnraum schaffen. Ein Zwischengebäude soll einem Neubau mit Gewerbeeinheit weichen. Vorgesehen sind insgesamt fünf Wohnungen sowie ein Friseursalon mit Kosmetikstudio.

Das Grundstück weist einen Höhenunterschied von bis zu zwölf Metern auf. Die teils stark beschädigten Gebäude müssen deshalb teilweise abgebrochen und ersetzt werden. Das Wohnhaus soll bis auf Keller- und Fundamentmauern zurückgebaut und als moderner Holzbau neu errichtet werden. Gestaltung und Fensteranordnung sollen das bisherige Erscheinungsbild weitgehend bewahren.

Die Südfassade erhält eine Balkonanlage. Auch das Nebengebäude wird ersetzt; dort sind neben Technik- und Kellerräumen der Salon und das Kosmetikstudio geplant. Eine überdachte Außentreppe und ein barrierefreier Aufzug sollen den Zugang ermöglichen. Zwei weitere Wohnungen sollen durch den Anbau an die teilweise erhaltene Scheune entstehen.

Vorgabe: Zwölf Stellplätze

Nach geltenden Vorgaben müssen zwölf Stellplätze nachgewiesen werden. Sie sind unterhalb des Neubaus vorgesehen. Der überarbeitete Freiflächengestaltungsplan weist elf aus. Einen weiteren Stellplatz löst die Bauherrschaft gegen eine Zahlung von 20.000 Euro an die Gemeinde ab.

Ein Kinderspielplatz war in den eingereichten Unterlagen zunächst nicht berücksichtigt. Die Zustimmung zum Bauvorhaben gilt daher nur unter der Bedingung, dass ein Spielplatz nach den gemeindlichen Vorgaben errichtet wird. Sollte dies nachweislich wegen der örtlichen oder planerischen Gegebenheiten nicht möglich sein, soll die Bürgermeisterin eine Ablösung vereinbaren.

Ebenfalls einstimmig billigte der Gemeinderat eine Änderung des bereits genehmigten Vorhabens an der Burgstraße in Haard. Die Bauherren wollen das geplante Mehrfamilienhaus erweitern. Statt der ursprünglich vorgesehenen fünf Wohnungen und zwei Einheiten mit Pflegeangebot sollen sieben Wohnungen und drei Pflegeeinheiten entstehen. Nach Einschätzung der Verwaltung fügt sich das Vorhaben weiterhin in die vorhandene Bebauung ein. Die Erschließung ist gesichert.

Zehn Einheiten

Für die insgesamt zehn Einheiten werden 14 Stellplätze benötigt. Zehn sollen auf dem Baugrundstück entstehen, vier weitere auf dem Nachbargrundstück an der Burgstraße. In der Baubeschreibung ist ein Kinderspielplatz vorgesehen.

Für den Hortneubau rechnet die Gemeinde 2026 mit Ausgaben von rund 3,74 Millionen Euro. Davon sollen 1,7 Millionen Euro über das Förderprogramm „Investkredit Kommunal Bayern“ der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) finanziert werden. Der Gemeinderat stimmte der Kreditaufnahme einstimmig zu.

Auch für den Neubau der Schlossberg-Grundschule mit Freizeitsportanlage wurde ein weiterer Kredit über 2,5 Millionen Euro bei der BayernLabo beschlossen. Für das Vorhaben sind 2026 Gesamtausgaben in Höhe von rund 6,18 Millionen Euro eingeplant. Ein erster Kredit über zwei Millionen Euro war bereits am 3. September abgerufen worden. Für beide Bauvorhaben gelten dieselben Kreditkonditionen: 30 Jahre Laufzeit, ein tilgungsfreies Jahr, zehn Jahre Zinsbindung und vierteljährliche Zahlungen. Der Zinssatz wird beim Abruf festgeschrieben.

Für den Schulneubau ist neben dem bereits abgerufenen und dem nun beschlossenen Kredit auch 2027 eine Aufnahme von 600.000 Euro vorgesehen. Für den Hort sind 2026 weitere 1,7 Millionen Euro und 2027 noch 360.000 Euro eingeplant. Die Bürgermeisterin darf die erforderlichen Verträge mit der BayernLabo abschließen und die Kredite zum passenden Zeitpunkt abrufen.

Zum 1. Oktober wurde Benedikt Kleinhenz als Kassenverwalter der Gemeinde eingestellt.

Unternehmensbeauftragter Frank Wilm stellte dem Gremium sein Konzept vor. Der erste Unternehmerstammtisch ist für den 19. November geplant. Beginn ist um 19 Uhr.  red