Zahlreiche Firmen aus dem Markt Burkardroth und Umgebung gaben sich ein „Stelldichein“ in der Mittelschule Burkardroth. Von außen sah es nach einem Großeinsatz aus. Einige Bürger stellten schon...
Zahlreiche Firmen aus dem Markt Burkardroth und Umgebung gaben sich ein „Stelldichein“ in der Mittelschule Burkardroth . Von außen sah es nach einem Großeinsatz aus. Einige Bürger stellten schon fantasievolle Vermutungen an, was passiert sei: Schüler verließen klassenweise das Schulgebäude, Polizeiautos zierten die Parkplätze, Pflegebetten wurden in die Schule geschoben und eine Baufirma rückte mit einem Minibagger an. Was war da los?
Dieses Szenario diente der Berufsorientierung. Mit Plakaten, Info- und Anschauungsmaterial ausgestattet, trafen die regionalen Ausbilder aus Gesundheitswesen, Industrie, Handwerk, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie der Polizei in den frühen Morgenstunden an der Schule ein, um ihre Ausbildungsberufe vorzustellen und in direkten Dialog mit den zukünftigen Auszubildenden zu kommen, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.
Etwa 100 Schüler der Mittelschule Burkardroth und Oberthulba der Jahrgangsstufen 7 bis 9 konnten in einem rollierenden System Präsentationsstände und Vorträge der Ausbilder besuchen. Das attraktive, abwechslungsreiche Angebot kam bei Schülern , Lehrern und Berufsberatern sehr gut an. So wurden die Krankheiten Adipositas und Parkinson simuliert, indem die Schüler entsprechende Handschuhe oder Überzüge tragen durften. Rohre wurden kalt verpresst und Zahnabdrücke hergestellt. Eine besonders große Attraktion war der Minibagger, mit dem die Jugendlichen zwar nicht fahren durften, aber zumindest die Baggerschaufeln bewegten. Einen weiteren ungewöhnlichen Bereich bot das Gesundheitswesen. Hier wurde die Beatmungshilfe demonstriert und der Wechsel von Trachealkanülen gezeigt.
Nach den 30- bis 40-minütigen Vorträgen und in den Pausen hatten die Jugendlichen Gelegenheit, sich eigenständig an die Ausbilderteams zu wenden, um erste Kontakte zu knüpfen. Dies war natürlich aufregend und spannend zugleich, hat aber auf jeden Fall seine Wirkung erreicht. Einige Schüler planen nun schon ihr nächstes Praktikum bei den teilnehmenden Ausbildern .
„Wir als Wegbegleiter der neuen Generation wissen es zu schätzen, dass es in unserer Region genügend engagierte und gute Ausbilder sowie potenzielle Auszubildende gibt. Jetzt müssen sie nur noch zusammenfinden, und die Jobbörse war vor allem für die Siebtklässler ein guter Start dafür“, heißt es weiter in der Pressemitteilung der Schule. Selbstverständlich gab es für die Jugendlichen noch besondere Highlights wie Gewinnspiele und Werbeartikel der Anbieter. Somit traten sie dann gut versorgt mit Infomaterial, Mützen, Taschen, Lollis, Bällen und Labellos den Heimweg an. red