Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher füllten die evangelische Kirche in Geroda, als die Band Jericho dort am Samstag, 9. Mai, gastierte. Frank Seifert, Gründungsmitglied der Band, lobte nach dem Auftritt die herzliche Atmosphäre und das deutlich spürbare Gemeinschaftsgefühl der Gemeinde. Eingängige Popmusik in deutscher Sprache mit eigenen, nachdenklichen Texten, schöne Balladen, eine Prise Songwriter-Atmosphäre, kreativ interpretierte Gospels und Coversongs sowie ein Hauch von Folk waren zu hören. Ehrlich, mit Herz und Seele – so schien das Motto des Abends.
Die Stimmen von Sabine Boujong und Eva Schürmann, unterstützt von den grauhaarigen Musikern, brachten einen mitreißenden Groove. Die Band heizte dem Publikum rasch ein und ließ die Darbietungen sowohl tiefgründig als auch locker wirken. Schon beim Mitsingen von „Du bist da, wo Menschen leben“ merkte man die enge Verbindung zwischen Band und Publikum.
Chronologisch führte Jericho die Konzertbesucher durch mehr als fünf Jahrzehnte Bandgeschichte. Klassiker wie „Gott ist Leben“ und „Wo meine Seele Heimat hat“ wurden behutsam in die Gegenwart übertragen, ohne ihren Kern zu verlieren. Zwischendurch brachen spontane Soli hervor, unter anderem von Wolfgang Mai mit dem eigenen Mundart-Song „Weeche Dier“, der von einer besonderen zwischenmenschlichen Verbindung handelt.
Den emotionalen Abschluss übernahm ein irischer Reisesegen, der dem Konzert eine festliche und würdige Note verlieh. Der Abend hinterließ Zuversicht und Wärme und zeigte mal wieder deutlich, wie Musik Brücken baut und Menschen auf berührende Weise verbindet. Nicole Weingärtner,
Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Geroda