Die Kurgärtnerei wartet und schmückt jedes Jahr mehr als ein Dutzend Festwagen für den Rakoczy-Umzug.
Von 24. bis 26. Juli steigt in Bad Kissingen das Rakoczy-Fest 2026. Absoluter Publikumsmagnet ist traditionell der große Festzug am Sonntag, 26. Juli, mit allein mehreren 10.000 Besuchern an den Straßen. Manfred Metz ist im Hintergrund dafür verantwortlich, dass dann alles reibungslos funktioniert.
Er baut den Großteil aller Festwagen – und macht sie einsatzbereit. Von nötigen Reparaturen über Ausbesserungsarbeiten bis zur technischen Abnahme und Sicherheitsprüfung. Ohne das Okay von Metz gehen sie nicht auf die Straße. „Es ist ein Haufen Arbeit, aber wenn dann der Festzug vorbei ist und alle zufrieden sind, bin ich sehr stolz“, sagt er.
Der Kfz-Mechaniker arbeitet seit 20 Jahren bei der Kurgärtnerei der Staatsbad GmbH und leitet die Werkstätten. Er nimmt unsere Redaktion mit hinter die Kulissen und zeigt, wie aus einem ausrangierten Traktoranhänger ein bis zu vier Meter hoher Festwagen wird und welcher Wagen in diesem Jahr neu dabei ist.
Wie viele Festwagen und andere Teilnehmer sind beim Rakoczy-Festzug 2026 dabei? 15 Kutschen machen mit sowie 19 Festwagen. Zum Ziehen braucht es 82 Pferde sowie ein Ochsengespann. Die Kutschen werden komplett von der Stadt Bad Kissingen gestellt, 14 Festwagen stellt die Kurgärtnerei, fünf kommen von Vereinen und Firmen.
Für den Festzug 2026 sind mehr als 60 Fuß- und Musikgruppen, Kutschen und Festwagen gemeldet. Etwa 850 Teilnehmende wirken mit, darunter 34 Vereine, 70 Kinder als Schildträger und als Begleitung in den Kutschen und auf den Wagen sowie 22 Kutscher mit Begleitpersonal für die Tiere.
Wie wird aus einem alten Traktoranhänger ein Festwagen? Egal, ob es der ungarische Wagen von Fürst Férenc Rákóczi ist, der Wagen im Stil der Saale-Dampferle oder der mit dem historischen Brunnenpavillon, auf dem die Quellenkönigin fährt – alle Festwagen der Kurgärtnerei sind Unikate, handgearbeitet und von Metz in hunderten Arbeitsstunden gefertigt.
„Für den Unterbau der Feswagen nehmen wir meistens einen alten Ackerwagen, den der Bauer ausrangiert hat“, erklärt Metz. Manche dieser Anhänger haben schon 60 Jahre und mehr auf dem Buckel. Der Vorteil ist, dass sie robust sind und günstig in der Anschaffung. Umgebaut werden müssen sie ohnehin, da die Festwagen sowohl von Traktoren als auch von Pferden- und Ochsengespannen gezogen werden.