Eine Reise in Spaniens Norden überrascht die Kissinger Europäer

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Die Reisegruppe vor dem Hauptportal der Kathedrale von Leon.Hannelore Bauer
Die Reisegruppe vor dem Hauptportal der Kathedrale von Leon.Hannelore Bauer

40 Jahre Mitgliedschaft in der EU hat Spanien nachhaltig verändert. Davon überzeugen konnten sich die Teilnehmer einer Studienfahrt, die der Kreisverband Bad Kissingen der Europa Union durchgeführt hat.

Unter der Leitung von Hannelore Bauer waren 31 Reisende in Bilbao gelandet. Die Stadt im Baskenland, einst Industrie-Metropole, präsentiert sich nach der Krise als Stadt der Kunst und begeisterte die Reisegruppe. Die spektakuläre Architektur des Guggenheim-Museums, entworfen von Frank Owen Gehry, sorgt für den Bilbao-Effekt, der vermehrt Besucher in die nordspanische Stadt lockt. Auch die Schifffahrt auf dem Fluss Nervion und ein Stopp an der berühmten Biskaya-Brücke mit hängender Schwebefähre, 1893 erbaut und heute ein Symbol der Industriearchitektur, faszinierte die Kissinger.

Im Laufe der acht Tage reiste die Gruppe bei wunderschönem Spätsommerwetter durch sieben autonome spanische Regionen, mit Stationen im mondänen Kurort San Sebastian und Logrono, von wo aus das berühmte Weingebiet Rioja entdeckt wurde. In Burgos und einer Reihe weiterer Städte wie Leon und Oviedo wandelten die Teilnehmenden auch auf dem Jakobsweg, der nach Santiago de Compostela führt.

In Burgos arbeiteten ab 1221 auch deutsche Baumeister wie Hans von Köln an der zum Weltkulturerbe zählenden großen gotischen Kathedrale mit den vielen Kapellen, der berühmten goldenen Treppe und den 84 Meter hohen Zwillingstürmen der Hauptfassade.

Leon beeindruckte mit den einzigartigen Buntglasfenstern der Kathedrale, der Basilika San Isidoro und dem Kloster San Marco, bevor Oviedo, Hauptstadt Asturiens, mit seiner riesigen Fußgängerzone und dem typischen Getränk Sidra (Apfelmost) auf die Besucher wartete.

Vor dem Rückflug von Bilbao nach Frankfurt ging es meist parallel zum Golf von Biskaya durch Kantabrien. Stationen waren der Ort Comillas mit dem Landhaus „El Capricho“, einem Frühwerk von Antoni Gaudi, die Replik der über 18.000 Jahre alten Höhlen von Alta Mira, das autofreie mittelalterliche Dorf Santillana-del-Mar, bevor es zur Übernachtung und Besichtigung der Hafenstadt Santander, ihrer Strände und ihrer großen Bucht ging.

Spaniens grüner Norden bietet, wie es die Kissinger erfahren durften, Meer und Berge, erschlossen durch gut ausgebaute Autobahnen, auch ein Ergebnis der Förderungspolitik der Europäischen Union. Die Städte stehen untereinander im starken Wettbewerb um Touristen und Kongressgäste und übertreffen sich an sauberen Innenstädten, modernen Kunstobjekten, spektakulären Bauten von Stararchitekten und reichem Blumenschmuck in den zahlreichen Stadtparks.

Durch Reiseleiterin Clara erfuhr die Kissinger Gruppe viel von Geschichte, Kultur und Gegenwart Nordspaniens. Die regionalen Spezialitäten der Küche, wie die bekannten Pintxos und eine Weingut-Besichtigung mit Weinverkostung trugen zum Gelingen der informativen Reise bei.   Hannelore Bauer