"This is work, no vacation!" Mit diesem Satz begrüßte Sandro Sorato, Manager der irischen Partnerorganisation European Career Evolution (ECE), gleich nach der Ankunft in Bandon, Irland, 18 Schüler der Berufsschule Herzogenaurach. Sie machen alle derzeit eine Ausbildung zum Industriekaufmann und erwerben zudem die Zusatzqualifikation zum geprüften Fremdsprachenkorrespondenten. Ausgebildet werden sie in den Firmen Schaeffler Technologies, Kaspar Roeckelein und Imo und befinden sich derzeit im zweiten Ausbildungsjahr.
Wie es in einem Pressebericht der jungen Leute heißt, sind sie der erste Jahrgang, der am Beruflichen Schulzentrum Herzogenaurach/Höchstadt diesen kombinierten Ausbildungsberuf erlernt und hatten daher auch als erster Jahrgang die Möglichkeit, dank dem EU-geförderten Erasmus+-Programm im Rahmen einer sogenannten Mobilität einen Monat in Irland zu verbringen.
Jeder wurde in sogenannten Host Familys untergebracht, um die irische Kultur besser kennenzulernen. In der ersten Woche in Bandon besuchten sie einen Business English Language Course, der den Azubis viel brachte, da sie sehr viel auf Englisch reden mussten. Dieser ging bis zum Mittag und anschließend hatten die Jugendlichen Seminare, die von der Partnerorganisation ECE gehalten wurden. Dabei ging es unter anderem um das professionelle Verhalten im Beruf, um Tipps für ein gelungenes Vorstellungsgespräch auf Englisch und selbstverständlich um die irische Kultur.


Gelungene Vorstellungsgespräche

An den Wochenenden unternahmen die jungen Franken mit ihren Gastgebern gemeinsame Ausflüge wie zum Beispiel zu den berühmten Cliffs of Moher in Galway, die definitiv die zwei Stunden Fahrt wert waren. Die Aussicht war einfach atemberaubend, heißt es in dem Bericht. Danach waren alle gespannt, in welchen Firmen sie die nächsten drei Wochen im Rahmen eines Betriebspraktikums eingesetzt werden würden. Die Azubis aus Erlangen-Höchstadt hatten während der Woche des Sprachkurses zusätzlich die Vorstellungsgespräche dafür gehabt und sich allesamt positiv präsentiert. Einige kamen dann in die Personalabteilungen großer Firmen, aber auch ein Wedding Planner, ein Clothes Shop und viele weitere Praktikumsbetriebe boten den jungen Leuten die Möglichkeit, ihre beruflichen Erfahrungen zu erweitern.
Am zweiten Wochenende des Aufenthaltes verschlug es einige nach Dublin, denn die irische Hauptstadt ist nur drei Stunden Busfahrt von Cork entfernt. Dublin ist auf jeden Fall einen Besuch wert, so das Urteil der Franken. Die Straßen sind wunderschön und man kann alles zu Fuß erreichen. Allerdings sei das Nachtleben Dublins nicht gerade erschwinglich, da kostet ein Glas Bier auch mal 6,95 Euro.


Gut fürs Selbstbewusstsein

Die letzten beiden Wochen gingen dann wie im Flug vorbei. Unter der Woche arbeiteten die Gäste bei ihren Praktikumsbetrieben, in denen sie fleißig Englisch sprachen und dadurch auch selbstbewusster beim Anwenden der Sprache wurden. Am vorletzten Wochenende ging es dann für 15 der 18 Schüler in die Hauptstadt des Nachbarlandes Großbritannien. Sie besuchten alle bekannten Sehenswürdigkeiten wie das London Eye, House of Parliament, Piccadilly Circus, und das Shoppen kam selbstverständlich auch nicht zu kurz.
Die vier Wochen in Irland fanden die jungen Leute traumhaft und alle sind froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Sie sind über sich hinausgewachsen und haben ihre Englischkenntnisse aufgebessert sowie Sprachhürden überwunden. Sie sind als Klasse noch enger zusammengewachsen und durften erfahren, dass man vieles erreichen kann, wenn man sich nur traut. red