Gut zwei Stunden waren die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses bei anhaltendem Regenwetter unterwegs, um sich vor den anschließenden Entscheidungen vor Ort ein Bild zu machen. An der Schule in Lanzendorf ging es um einen Antrag der Bürgerliste "Zukunft Himmelkron". Dort würden parkende, haltende und wendende Autos von Eltern immer wieder Gefahrensituationen heraufbeschwören. Dabei habe die Schulleitung Eltern bereits gebeten, beim Feuerwehrgerätehaus zu parken.

Eine zufriedenstellende Lösung war für die Mitglieder des Ausschusses sehr schnell und übereinstimmend gefunden. So wird der Bauhof in den nächsten 14 Tagen an der Straße Am Bahnhof im Bereich des Gerätehauses provisorisch für den Schulbus eine neue Haltestelle samt Wendeschleife anlegen. Dort könnten Eltern dann ihre Kinder aussteigen lassen. "Mit der Verlegung des Haltestelle ist auch die Gefahr für die Kinder gebannt, die von Lanzendorf aus oder vom neuen Baugebiet auf dem Radweg zur Schule laufen", sagte Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU).

Einen Patt gab es, was die Ampelanlage in der Bahnhofstraße/Kulmbacher Straße betrifft. Gerhard Schneider teilte mit, dass bei einem erneuten Ortstermin Vertreter von Polizei und Landratsamt eine Ampel an der Kreuzung für notwendig hielten. Die Anlage war in der Vergangenheit mehrfach beschädigt worden, ohne dass ein Verursacher ausfindig gemacht werden konnte. Der Schaden summierte sich laut Harald Petzt (CSU) auf bestimmt 30 000 Euro. Zu entscheiden hatte der Ausschuss nur noch, ob eine Zeitampel oder die "Luxuslösung" einer Bedarfsampel installiert wird. Bei Stimmengleichheit fiel die Entscheidung auf eine Zeitampel. Sie kostet knapp 10 000 Euro, eine Bedarfsampel wäre rund 7000 Euro teurer gewesen.

Die Überlegungen zur Umgestaltung der Treppe am Friedhof in Lanzendorf fanden die Zustimmung der Mitglieder.

Was die Pflege der Grünfläche entlang des renaturierten Geiersbaches angeht, sollen die Mitarbeiter des Bauhofes noch gesondert geschult werden.

Ein weiterer Antrag der Bürgerliste "Zukunft Himmelkron" stand zur Debatte. Fraktionsvorsitzende Wilhelmine Denk wollte eine Einsicht in den Plan der zu mähenden gemeindeeigenen Weg- und Straßenränder sowie der Grünflächen. Ziel sollte ein Mäh- und Gehölzkonzept sein.

Bauhofleiter Detlef Härtlein präsentierte alle gemeindlichen Grünfächen und erklärte auch die Pflegegänge während des Jahres. Bürgermeister Schneider lobte die Arbeit des Bauhofs, in Zukunft solle der Gemeinderat regelmäßig Erfahrungsberichte über die Pflegearbeiten erhalten. Das Projekt "Das Grüne Band" solle in das Pflegekonzept mit einfließen.

Schneider gab noch bekannt, dass auf der Kulmbacher, Bayreuther und Hofer Straße Testfahrten von einem Giga-Liner vorgenommen wurden. Alle drei Straßen seien dafür tauglich.

Die Bayerwerk AG wird entlang der alten Bahntrasse von Lanzendorf nach Himmelkron eine 20-kV-Leitung einpflügen.

Für die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Garage und Carport im Bereich des Bebauungsplans "Trasse alte BAB 9" sowie für die Voranfrage für für den eines Einfamilienwohnhaus mit Garage im Baugebiet "Ziegelhütte" erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen.

Turnhalle sanierungsbedürftig

Der Ausschuss stellte die Notwendigkeit einer umfassenden Sanierung des Anbaus der Turnhalle des TSV Himmelkron fest, in dem Duschen und Umkleidekabinen untergebracht sind. Auf lange Sicht will man eruieren, welche Förderung Freistaat und BLSV für einen Neubau gewähren würden.

Ein Verkehrsspiegel an der Einmündung des Egerländerwegs in die Markgrafenstraße wurde einstimmig abgelehnt. Der Antragssteller kann jedoch auf eigene Kosten einen Verkehrsspiegel auf Gemeindegrund aufstellen.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der "Fürstenfuhr" auf zehn Stundenkilometer wurde gegen die Stimme von Wilhelmine Denk abgelehnt.