Das Jahr 2020 liegt bald hinter uns. Mit dem Impfstoff ist Besserung für das kommende in Sicht. Es war ein Jahr, in dem es viel um Solidarität ging. Die jungen Menschen haben viel zurückgesteckt, auf viel verzichten müssen. Und das für ein Virus, das sie nicht direkt betraf, da es erst ab etwa 45 Jahren über eine Grippe hinausgeht. Nur folgerichtig ist dann: Diese Solidarität, die von allen Seiten von der Jugend gefordert wurde, dürfen wir nun auch einfordern. Und zwar bei einem Problem, das wiederum die ältere Generation nicht mehr stark betrifft, die jüngere dafür umso mehr: der rasante Klimawandel.

Wie wär es also mit einem Vorsatz für das neue Jahr 2021? Ein Klimabewusstsein erlangen und das gleich in der Urlaubsplanung einsetzen. Wie es im Artikel anklingt, setzen die Deutschen 2021 wirklich auf Ziele in der Umgebung. Das ist lobenswert. Zwar geht es dabei wahrscheinlich eher um ein Unsicherheitsgefühl als um die Solidarität und wird nicht von langer Dauer sein.

Das ist sehr schade. Denn in unserer Urlaubsplanung lässt sich viel an unserem ökologischen Fußabdruck arbeiten. Nehmen wir Hurghada, die Stadt in Ägypten war 2019 in den Top drei der Urlaubsziele der Deutschen. Der Flug verursacht pro Person gut eine Tonne CO2 . Zur Einordnung: Acht Tonnen ist der durchschnittliche Verbrauch. Auch beliebt sind Kreuzfahrtschiffe. Um kurz auf das Corona-Jahr zurückzukommen sei gesagt: Die Deutsche Lungenstiftung warnt lungenkranke Menschen vor Kreuzfahrten, weil der Schadstoffausstoß der Schiffe so hoch ist. Aber nicht nur das. 2,3 Tonnen CO2 dürfen die Menschen durchschnittlich noch ausstoßen, damit die Erwärmung noch einigermaßen erträglich ist. Mit einer neuntägigen Kreuzfahrt-Reise ist dieses CO2 -Budget aufgebraucht. Dass es auf jede einzelne Person ankommt, haben wir während Corona gelernt. Lassen Sie uns dieses Wissen mit in die nächsten Jahre nehmen. Wir sollten alle miteinander solidarisch sein. Und wenn das bei der Urlaubsplanung beginnt, gibt es oben die Tipps, die dabei helfen.

e.muetzel@infranken.de