Landtagsvizepräsi- dentin Inge Aures (SPD) hat sich erneut an Finanzminister Markus Söder (CSU) gewandt und ein Sonderförderprogramm für marode Freibäder gefordert.
Bei den bayerischen Schwimmbädern gebe es einen erheblichen Sanierungsbedarf, so Aures. Insgesamt drohe 54 Bädern im Freistaat die Schließung, 299 seien teilweise dringend sanierungsbedürftig. Im Regierungsbezirk Oberfranken seien 35 Schwimmbäder sanierungsbedürftig, vier seien von einer Schließung bedroht.
Aures verweist in ihrem Schreiben auf ein Treffen der kommunalen Spitzenverbände im Oktober 2017, wonach die Städte und Gemeinden voraussichtlich ab 2019 mehr staatliche Zuwendungen für die Sanierung ihrer Freibäder erhalten sollen. "Allerdings, und das höre ich immer häufiger, verschlechtert sich die Situation vieler kommunaler Freibäder dermaßen schnell, dass eine Unterstützung ab 2019 für viele wohl zu spät kommt", so Aures.
Angesichts der dramatischen Situation müsse die Staatsregierung bereits jetzt aktiv werden und die Zuschüsse erhöhen oder gleich ein Sonderförderprogramm für marode Freibäder auflegen.
In seiner Antwort betont Finanzstaatssekretär Albert Füracker, dass die Spitzenverbände mit dem Finanzminister vereinbart hätten, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die bis zum Doppelhaushalt 2019/2020 die Möglichkeiten für eine Schwimmbadförderung umfassend prüfen soll. Die Arbeitsgruppe habe bereits die Arbeit aufgenommen und werde die Anregungen von Aures mit einbeziehen. red