Nahezu 70 Prozent der Schüler der beiden 9. Klassen der Max-Hundt-Schule haben die Quali-Prüfungen erfolgreich abgeschlossen. Rektorin Anja Buchdrucker sprach von einem stolzen Ergebnis, da viele Schüler mit Migrationshintergrund teilnahmen. Die Rektorin zollte bei der Abschlussfeier nicht nur großen Respekt, sondern bezeichnete es als ein gutes Ergebnis, "über das wir uns mit euch freuen und auf das ihr stolz sein könnt".

Als Schulbeste wurden Julia Krawez (2.0), Philipp Drobny und Johanna Pretschner (beide 2,2) durch den Vertreter der Stadt Kulmbach, Dritten Bürgermeister Ralf Hartnack (WGK) ausgezeichnet. Der Abschlussfeier lag das Zitat "Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen" zugrunde, das dem mittelalterlichen christlichen Denker Meister Eckhart zugeschrieben wird.

Die vielen mühevollen Tage des Arbeitens und Lernens, zuerst in Präsenz und dann viele Monate in Distanz sind nun vorbei, so Rektorin Anja Buchdrucker: "Keine Teams-Aufgabe mehr, keine Sonder-Schichten am Abend oder Wochenende am PC und am Schreibtisch, jetzt ist es erst mal geschafft. Und das unter so viel erschwerenden Bedingungen auch recht erfolgreich." Die Rektorin warf auch einen Blick zurück: "Bei manchen zeigt sich bei einem Rückblick auf die vergangenen Jahre ein bisschen Wehmut, man hat die Klassengemeinschaft und auch die Lehrerin irgendwie lieb gewonnen. Und ab jetzt gilt es gewohnte Tagesabläufe aufzugeben und neue Wege zu gehen, sich neue Ziele zu stecken und diese Vorsätze umzusetzen." Für Rektorin Anja Buchdrucker sagte auch den beiden Klassenlehrerinnen Diana Wende und Verena Luthardt Danke: "Sie haben es geschafft, euch zu einer Gemeinschaft zu machen, die bereit ist, zusätzlich zu arbeiten, Wissenslücken aufzuarbeiten und mit euch auf einen Abschluss zuzuarbeiten."

Jeder starte jetzt in eine Ausbildung oder besuche eine neue Schule. Für die zukünftigen Wege wünschte die Rektorin viel Glück und Kraft.

In seinem Grußwort verwies Dritter Bürgermeister Ralf Hartnack darauf, dass er seine Grundschulzeit auch an der Max-Hundt-Schule verbracht und nur gute Erinnerungen daran habe. Beruflich als Baustatiker tätig, verglich er die Schule mit dem Hausbau. Der Bau des Keller- und Erdgeschosses erfolgte für das "Bildungshaus" in der Kita und Grundschule und erst mit dem Abschluss der Berufsausbildung ist das "Haus" unter Dach.

Neben den Klassensprechern würdigte auch Crystal Ramming für den Elternbeirat und den Förderverein die Arbeit der Klasslehrerinnen. Sven Staudt von Glen Dimplex überreichte den Kooperationspreis der Wirtschaft an Jan Fischer für sein zusätzliches Engagement in schulischen und außerschulischen Aufgabenbereichen. Unter anderem ist Jan Fischer aktiver Feuerwehrmann.