"Das Amt des Feldgeschworenen ist eines der ältesten Ehrenämter im Bereich der kommunalen Selbstverwaltung. Unbedingte Verlässlichkeit, Gründlichkeit, absolutes Pflichtbewusstsein sind das allererste Gebot für dieses Amt", stellte Landrat Thomas Habermann bei der Frühjahrstagung der "Siebener" des Altlandkreises Bad Neustadt in Burglauer fest. Habermann bezeichnete den "Siebener-Tag" als einen "besonderen Tag".

Bereits am Vormittag waren die Siebener mit einer Kirchenparade zum Festgottesdienst in der Burgläurer Pfarrkirche gezogen, bevor es in der voll besetzten Rudi-Erhard-Halle weiterging. "Auch in Zeiten eines hoch technisierten Vermessungszeitalters mit digitalen Flurkarten und GPS-Vermessung sind die ,Siebener‘ unentbehrlich", stellte Bürgermeister Kurt Back die Arbeit der "Hüter der Grenzen" heraus. Positiv fiel der Jahresrückblick von Klaus Hesselbach, dem Vorsitzenden der Feldgeschworenen-Kreisvereinigung, aus.

Über allem Tun des "Siebeners" stehe deren Wahlspruch "Fürchte Gott, tue Recht, scheue niemand", bekräftigte der Landrat. Obwohl die Schwerpunkte des "Siebenerwesens" durch die digitale Technik verändert würden, könne die klassische Arbeit des Setzens von Grenzsteinen und ihre Überprüfung nicht einfach ersetzt werden. Habermann freute sich, dass die "Erfahrenen" kontinuierlich durch junge "Siebener" verstärkt werden.

Albert Köder, Leiter des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Bad Kissingen informierte über die "BayernLabs", wo man Digitalisierung durch "Anschauen - Anfassen - Ausprobieren" erleben kann. "In den BayernLabs werden die digitalen Themen nicht als graue Theorie, sondern als erlebbare, bunte Praxis präsentiert", wies Köder auf dieses Angebot, das vor allem Schüler ansprechen soll, hin. Eines der Ziele sei, Digitalisierung bewusst und gezielt in die ländlichen Regionen Bayerns zu bringen.

Ehrungen

Forstoberrat Hubert Türich vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) informierte die Feldgeschworenen über die besorgniserregenden Auswirkungen des "Hitzejahres 2018", das alle Baumarten nachhaltig geschwächt hatte.

Landrat Thomas Habermann nahm die Ehrungen für langjährige Tätigkeit als Feldgeschworener vor. Geehrt wurden für 25-jährige Tätigkeit Karl Enders (Bischofsheim); Stefan Enders (Frankenheim); Siegmund Zachmann (Oberweißenbrunn); Dieter Reder (Rödelmaier); Dieter Ziegler (Salz); Martin Hiller (Sondernau); Peter Kleinhenz (Wegfurt); für 50 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit Oswald Hemmert (Burgwallbach); Johann Rösch und Heribert Grom (beide Hohenroth); Albin Eyring (Sondernau); Paul Hochgesang (Strahlungen) und Franz Johannes (Wollbach).

Neu in das Amt des Feldgeschworenen berufen wurden Andreas Enders (Frankenheim); Klaus Göpfert (Weisbach); Felix Kleinhenz (Wegfurt); Armin Märkert und Lothar Stäblein (beide Schönau an der Brend); Alexander Warmuth (Junkershausen) und Georg Warnke (Unterelsbach). mmm