Die Bauarbeiten an den beiden Bahnübergänge in der Hirtengasse und im Erlenweg werden für die Gemeinde Harsdorf weit teurer als geplant. Das hat Bürgermeister Günther Hübner (CSU) am Deinstag in der Gemeinderatssitzung mitgeteilt.
Der Gemeinde liegt die Abrechnung für die Auflösung des Bahnübergangs in der Hirtengasse vor. Hier macht die DB Netz AG in Nürnberg eine Baukostensteigerung von ursprünglich 217 652 Euro auf nunmehr 371 616 Euro geltend. Das bedeutet für die Gemeinde Harsdorf eine anteilige Kostenmehrung von 51 363 Euro. Die ursprüngliche Kreuzungsvereinbarung, die zwischen der DB Netz AG und der Gemeinde Harsdorf unterzeichnet worden war, hatte Harsdorf Kosten von 83 975 Euro vorgesehen. Jetzt ist man Hübner zufolge nach Abschluss aller Arbeiten bei 135 339 Euro angelangt.


Nachförderung nicht möglich

Die DB Netz AG hatte den Nachtrag zur Kreuzungsvereinbarung der Gemeinde Harsdorf zur Gegenzeichnung vorgelegt, doch dazu wird es vorerst nicht kommen. Hinsichtlich einer Nachförderung fand zwischenzeitlich bei der Regierung von Oberfranken ein Gespräch statt. Bürgermeister Hübner dazu: "Wir erhielten dabei allerdings die vorläufige Mitteilung, dass eine Nachförderung aufgrund erhöhter Kosten nicht möglich sei, da nach den Richtlinien für die Zuwendungen des Freistaates Bayern zu Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger eine Bagatellgrenze von mindestens fünf Prozent und 100 000 Euro erreicht werden muss."
Dies würde im Umkehrschluss bedeuten, dass die Gemeinde Harsdorf eventuell die erhöhten Kosten ohne staatliche Förderung leisten müsste und damit ein Ausfall von rund 31 500 Euro an Fördergeldern entstehen würde.
Die Gemeinde Harsdorf ließ die DB Netz AG aber mit Schreiben vom 10. März wissen, dass die Kommune die Kostenmehrungen beispielsweise durch die Auflagen des Eisenbahnbundesamts und des Bodenaustausches nicht zu vertreten habe.
In dem Schreiben fordert die Gemeinde Harsdorf die DB Netz AG zugleich auf, auch die Endabrechnung für den zweiten Bahnübergang am Erlenweg so schnell wie möglich vorzulegen.


Für förderfähige Gesamtsumme

Im Benehmen mit der Regierung von Oberfranken soll versucht werden, die Kosten für die beiden Bahnübergänge zusammenzulegen und damit eine dann wieder förderfähige Gesamtsumme zu erhalten.
Weiter ließ die Gemeinde Harsdorf die DB Netz AG wissen, dass die Nachträge zur Kreuzungsvereinbarung nicht zur Unterzeichnung kommen werden, wenn keine Förderung durch den Freistaat Bayern auf die Mehrkosten gewährt wird.