Die Arbeitnehmer im Landkreis Kronach seien vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie gekommen, heißt es in einer Pressemitteilung der Krankenkasse AOK. Bis Ende August dieses Jahres seien wegen einer nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektion 65 AOK-versicherte Beschäftigte krankgeschrieben gewesen. Dies zeigt eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK.

"Mit einer Arbeitsunfähigkeitsquote von 0,46 Prozent lag der Landkreis Kronach deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt von 0,6 Prozent", sagt Uwe Leidinger, Koordinator für Betriebliche Gesundheitsförderung bei der AOK-Direktion Coburg.

Die Arbeitsunfähigkeitsquote beschreibt dabei den Anteil der erwerbstätigen AOK-Mitglieder aus dem Landkreis Kronach, die wegen Covid-19 krankgeschrieben waren. Die meisten AU-Meldungen wegen einer Covid 19-Erkrankung gingen bei der AOK im Landkreis Kronach im Monat April mit 0,24 Prozent ein.

Zum Vergleich: Im August lag der Wert bei unter zehn Erkrankten, weshalb der Landkreis Kronach im Spätsommer in der Statistik der Allgemeinen Ortskrankenkassen gar nicht mehr geführt werden konnte.

Keine Entwarnung

Im April habe es zwar mit insgesamt 31 die meisten Covid-19-Fälle gegeben, in der Fehlzeitenstatistik habe sich Corona jedoch nicht bemerkbar gemacht. Die Arbeitsunfähigkeitszahlen für den Landkreis Kronach lägen insgesamt etwas niedriger als im April 2019. Aufgrund einer gestiegenen Zahl von Atemwegserkrankungen habe der Landkreis Kronach den höchsten Krankenstand im März verzeichnet: Mit einem Wert von 8,46 Prozent lag er deutlich höher als im März des Vorjahres mit 7,31 Prozent. Von April bis August sanken die Krankenstände merklich unter diejenigen der Vorjahresmonate. "Angesichts aktuell steigender Infektionszahlen - und weil der Winter vor der Tür steht - sind diese Zahlen jedoch kein Anlass zur Entwarnung", betont Leidinger. red