Die Regierung von Oberfranken hat die Entscheidung für den Ausbau der B 173 zwischen Küps und Kronach und die Verlegung der B 303 bei Johannisthal in der Marktgemeinde Küps ergänzt und die bisherige Entscheidung bestätigt.

Die geplante Lerchenhoftrasse ist ein wichtiger Schritt für eine leistungsfähige, verkehrssichere und zukunftsträchtige Anbindung des Wirtschaftsraume Kronach an die A 73 Nürnberg-Bamberg-Coburg-Erfurt, betont die Regierung. Die vierstreifige B 173 wird von Kronach kommend bis zum Anschluss der neuen B 303 vor Küps weitergeführt. Die B 303 verläuft künftig westlich von Theisenort dreistreifig auf der sogenannten Lerchenhoftrasse bis zu ihrem Anschluss an die B 173 nordöstlich von Küps. Beide Bundesstraßen werden auf einer Länge von jeweils rund 2,8 Kilometern neu gebaut.

Der ursprüngliche Planfeststellungsbeschluss der Regierung von 2016 war unter anderem vom Bund Naturschutz teilweise erfolgreich beklagt worden. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München befand, dass die verschiedenen Trassenvarianten nicht ausreichend abgewogen wären und hatte in seinem Urteil vom Oktober 2019 der Regierung die Möglichkeit gegeben, ihre Entscheidung anhand der Maßgaben der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu überarbeiten, ohne ein völlig neues Verfahren beginnen zu müssen.

Diese Vorgaben seien jetzt umgesetzt und die Ausführungen zu den Trassenvarianten vollständig überarbeitet, teilt die Regierung weiter mit. Der detaillierte Vergleich der möglichen Varianten mit allen Vor- und Nachteilen bestätige "aufgrund der verkehrlichen Vorteile und der Verbesserung der Situation der Wohnanwesen in Theisenort die bisherige Planung". Sollten nun keine weiteren Klagen kommen, kann das Projekt europaweit ausgeschrieben werden und bereits im kommenden Jahr gebaut werden. "Für die Wirtschaft wäre die Trasse ein zukunftsweisendes und positives Signal, das in der aktuell prekären Situation genau zur richtigen Zeit käme", betont Bundestagsabgeordneter Hans Michelbach (CSU) und baut darauf, dass diese "Never ending Story" nun doch noch ein gutes Ende findet. Den Einwänden des Bund Naturschutzes sei in Form von Schallschutzmauern und Ausgleichsmaßnahmen Rechung getragen worden.

Noch nicht ganz spruchreif

Mit dem Bau der Lerchenhoftrasse kann nach Bestandskraft des Ergänzungsbeschlusses begonnen werden. Zusätzlich werde der Ausgang der beim Bundesverwaltungsgericht anhängigen Nichtzulassungsbeschwerde sowie der noch ruhenden Verfahren beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof hinsichtlich des ursprünglichen Planfeststellungsbeschlusses von 2016 abgewartet. red/saha