Der Gemeinderat Meeder macht sich die Entscheidung über eine Sanierung eines rund 330 Meter langen Stücks der Gemeindeverbindungsstraße zwischen dem dortigen Gut und der Kreisstraße CO 17 nicht gerade leicht. Es geht halt ums Geld. Bisher ging die Tendenz in Richtung Vollausbau. Gemeinderat Norbert Gleichmann (FW) meldete aber in der jüngsten Sitzung am Montag Bedenken an. Er schlug vor, das strittige Teilstück lediglich mit einer Asphaltdeckschicht zu versehen, und wies darauf hin, dass der Unterbau Teer und Pech enthalte. Diese Stoffe müssten nach neuerem Recht kostenpflichtig entsorgt werden. Leichte und mittlere Belastungen könne dann die zehn bis maximal 14 Zentimeter dicke Asphaltdeckschicht durchaus noch aushalten. Gleichmann schätzte die Kosten für eine solch einfachere Maßnahme auf 50 000 Euro. Christian Flohrschütz (CSU/Landvolk) warnte vor einem langen Hinauszögern: "Je länger man wartet, desto teurer wird's." SPD-Gemeinderat Michael Ehrsam wies darauf hin, dass die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde begrenzt seien.

Der Gemeinderat traf aber zunächst keine Entscheidung. Es sollen erst einmal Angebote für eine bloße Oberflächensanierung eingeholt werden. Dann sollen auch die Angebote für die bloße Asphaltdecke und den Vollausbau in reeller Weise verglichen werden. Es geht bei einem Gesamtvergleich auch um mögliche Fördermittel und Nebenkosten.

Die Anna-B.-Eckstein-Schule soll im kommenden Schuljahr zu einer offenen Ganztagsschule werden. Darüber war sich der Gemeinderat am Montag einig. Jedoch kam von Martina Truckenbrodt von der Gemeindeverwaltung der Einwand: "Da müssen wir noch viele Details planen." Ein Träger werde gesucht, die Schülerbeförderung müsse organisiert werden, es müsse entschieden werden, ob die Betreuungszeiten um 14 oder um 16 Uhr enden sollen, sagte sie und informierte weiter, dass der Freistaat Bayern eine offene Ganztagsschule bei den Personalkosten unterstütze. Die Bedingung sei eine Gruppengröße von mindestens 14 Kindern. Ab 26 Kindern gäbe es dann eine zweite Gruppe.

Interesse ist da

Das werde in Meeder kein Problem sein, denn bei einer Befragung hätten die Eltern von rund 70 Schülern ihr Interesse an einer offenen Ganztagsschule signalisiert. Außerdem seien im Kindergarten Meeder derzeit schon 43 Schüler in der Hortbetreuung. Die Gemeinde rechne mit eigenen Kosten in Höhe von etwa 30 000 bis 50 000 Euro im Jahr. Eltern, für die der Schulschluss um 16 Uhr zu früh wäre, könnten ihre Sprösslinge nach 16 Uhr weiterhin in der herkömmlichen Hortbetreuung unterbringen, allerdings nicht zum Nulltarif wie in der offenen Ganztagsschule. Ein wie auch immer geartetes Mittagessen in der offenen Ganztagsschule müssten die Eltern auch aus eigener Tasche bezahlen.

Alexandra Heß vom "Haus für Kinder am Kastanienbaum" in Meeder sagte, dass derzeit etwa 43 Schulkinder dort in einer Hortbetreuung seien. Die offene Ganztagsschule wirke sich dann auch auf die Kindertagesstätten in Meeder aus. Der Personalaufwand sei geringer, und damit verändere sich auch deren Finanzierung.

Bürgermeister Bernd Höfer (CSU/Landvolk) machte klar, dass ein Ganztagsangebot in der Schule ein wichtiger Trumpf im Standortwettbewerb einer Gemeinde sei. SPD-Gemeinderätin Dagmar Escher wollte sich mit einer offenen Ganztagsschule nicht zufrieden geben. Sie warb für die Einrichtung einer gebundenen Ganztagsschule, allerdings erfolglos. Rektorin Eileen Fritsche sagte: "Die offene Ganztagsschule soll auch pädagogisch unterfüttert werden." Für die Ganztagsschule könnten dann auch die Klassenzimmer benutzt werden.

Bei Beuerfeld soll eine Photovoltaik-Freiflächenanlage entstehen. Dazu gab es gleich vier Beschlüsse: Der Flächennutzungsplan der Gemeinde wurde geändert, ein vorhabenbezogener Bebauungsplan wurde beschlossen, und dazu jeweils die entsprechenden Billigung- und Auslegungsbeschlüsse gefasst. Es gab keine Diskussion und keine Gegenstimmen.

Beim Gemeinschaftshaus in Moggenbrunn, zu dem auch das Feuerwehrhaus gehört, wird das Dach saniert, Kosten nach Angebot: knapp 21 000 Euro. Ebenso soll das Dach der Leichenhalle in saniert werden. Das soll knapp 13 900 Euro kosten. mako