Der Deutsche Alpenverein (DAV) Sektion Kronach/Frankenwald war zwei Tage im Fichtelgebirge unterwegs. Nach einer langen Pause nutzte die Wanderabteilung die Lockerungen der Pandemie- Auflagen, um wieder eine Gemeinschaftstour durchzuführen. Zum Starttraf man sich am Parkplatz "Europäische Hauptwasserscheide" an der Bundesstraße 303. Im Fichtelgebirge treffen sich die Wasserscheiden von Donau und Elbe, von Elbe und Rhein und von Rhein und Donau in einem Punkt. Dieser Tripelpunkt liegt nordöstlich vom Seehaus auf dem Kamm, der von der Platte zum Nusshardt zieht. Wie Zweiter Vorsitzender Robert Wagner, erläuterte, ist die Europäische Hauptwasserscheide die Trennungslinie der Einzugsgebiete von Atlantik, Nordsee und Ostsee einerseits und Mittelmeer bzw. Schwarzem Meer andererseits. Sie beginnt bei Gibraltar und verläuft über Spanien, Frankreich und die Schweiz nach Deutschland bis ins Fichtelgebirge zum Tripelpunkt.

Die erste Tagesetappe führte über die höchste Erhebung des Fichtelgebirges, den 1051 Meter hohen Schneeberg. Weitere Naturschönheiten waren die Erhebungen des Habersteins, Nußhardt, Platte - mit einem Blockmeer aus Gneis und Granitfelsen - und dem Prinzenfelsen. Die etwa 21 Kilometer lange Wanderung führte über die Hohe Matze zum Abstieg nach Hohenbrand. Beim letzten Anstieg zur Kösseine türmten sich schon die Gewitterwolken über der Wandergruppe auf. Das Kösseinehaus bot den Wanderern willkommenen Schutz.

Am zweiten Tag machten sich die Wanderer gut gelaunt auf den Rückweg. Am ehemaligen "Schmierofen" (Ofen zur Herstellung von Pech und Wagenschmiere aus Harz) legten sie noch mal eine Rast ein, bevor der lange und steile Anstieg zum 953 Meter hohen Seehügel gemeistert wurde. Die Mittagsrast war im Seehaus geplant, das man rechtzeitig vor dem erneut einsetzenden Regen erreichte. eh