Anfang Mai sollen die Arbeiten für den Neubau des C3-Gebäudes am Beruflichen Schulzentrum in Kulmbach beginnen. Das gab Projektleiter Klaus Bodenschlägel in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses des Kreistags bekannt. Die Baugenehmigung durch die Stadt Kulmbach für das ehrgeizige Millionenprojekt sei inzwischen rechtskräftig.

Landrat Klaus Peter Söllner (FW) sprach angesichts weiter steigender Schülerzahlen von einer Investition in die Zukunft. Baukosten und Zuschüsse für haben sich nach den Worten Bodenschlägels nicht verändert. Die Ausschreibungsergebnisse würden nach den Submissionen am 4. März vorliegen.

Zur Baugenehmigung merkte Bodenschlägel an, dass nach einem Hinweis des Wasserwirtschaftsamts Hof zum Kinzelbach das Gebäude um zwölf Zentimeter höher errichtet werden muss. Das habe zur Folge, dass der Stauraumbereich von 17 auf 37 Kubikmeter erweitert wird.

Erste Vergaben im März

Was die Zeitplanung angeht, sollen der Abbruch und die Vorbereitung der Außenanlagen bis Ende der Osterferien umgesetzt werden. Ein kleiner Grunderwerb werde in Kürze notariell abgewickelt. Die ersten drei Gewerke Rohbau-Fassade, Dachdeckung und Fenster, seien bereits ausgeschrieben, die Vergaben solle in der Sitzung des Kreistags am 26. März erfolgen. "Nach Einhaltung der notwendigen Fristen ist ein Baubeginn ab dem 3. Mai möglich", betonte der Projektleiter. Die Vergabe weiterer Gewerken kündigte er für die zweite Junihälfte an.

Erich Luthardt (Bündnis 90 "Die Grünen") hatte zur bereits erfolgten Ausschreibung festgestellt, dass eine Fassade mit geschliffenem weißen Beton vorgeben wurde: "Nach meiner Meinung ist dieser Beton zwischen 25 und 30 Prozent teurer." Auch die Wartungskosten seien höher. "Es ist ein Zweckbau, die Optik muss auch halbwegs passen, aber es muss kein Geld verschwendet werden. Wir brauchen das Geld für technisch notwendigere Sachen in der Berufsschule." Luthardt hielt grüne Photovoltaikplatten für vorteilhafter. Das Gremium verständigte sich darauf, dass die Frage der Fassadengestaltung nochmals geprüft wird. Landrat Söllner bat darum, den Sachverhalt in der nächsten Sitzung des Bauausschusses noch einmal darzustellen.

Kämmerer Rainer Dippold stellte noch die Haushaltsansätze vor. So beläuft sich der Zuschussbedarf für das Budget Bauunterhalt auf 877 000 Euro, für den Tiefbau sind 2,271 Millionen Euro eingeplant. Bei den Maßnahmen für die Verwaltungs- und Schulgebäude des Landkreises beläuft sich der Eigenanteil auf 2,59 Millionen Euro, die geplanten Maßnahmen der Straßenmeisterei sowie an den Kreisstraßen und Radwegen erfordern weitere 1,02 Millionen Euro.

Bernd Steinhäuser (CSU) hielt eine Sanierung oder einen Ausbau der Kreisstraße KU 31 von Kasendorf nach Zultenberg für dringend notwendig.

Das Budget für das Jugendtagungshaus Wirsberg liegt bei 252 000 Euro. Hier sind die Übernachtungszahlen in der Corona-Pandemie enorm zurückgegangen.