von unserem Redaktionsmitglied 
Michael Memmel

Wolfsberg — Das war schon ein gewaltiger Schock für die Floriansjünger aus Wolfsberg, als im Jahr 1981 ein Felsen auf ihr Feuerwehrhaus stürzte und es bis auf die Grundmauern zerstörte. Der Stein mit einem Durchmesser so groß wie ein Mensch, ließ nur noch Schutt von dem Gebäude übrig, wie anhand von mehreren Bildern auch bei der "FT bei uns"-Veranstaltung am Dienstagabend zu sehen war.
Doch die Wolfsberger gaben nicht klein bei und stellten mit viel freiwilliger Arbeit bis 1985 ein modernes Gerätehaus fertig. Ein ähnliches ehrenamtliches Engagement regte sich auch in den vergangenen Monaten wieder, als es darum ging, das nun auch in die Jahre gekommene Gebäude rundum zu erneuern. Die Rothelme steckten enorm viel Zeit in das Projekt, das während der Umsetzung größer und aufwendiger gestaltete, als zunächst gedacht. "2015 gab es in unserer Freizeit nur das Feuerwehrhaus", sagt Kommandant Andreas Kirsch und lobt ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der Gemeinde: "Das hat sehr gut geklappt. Das Material wurde uns weitgehend gezahlt, wir haben die Eigenleistung reingesteckt - und das eine oder andere auch noch aus privater Kasse angeschafft."
Zufrieden mit der Unterstützung zeigt sich auch der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Marc Maier. "Wir haben alles, was wir benötigen", erklärt er - was Bürgermeister Markus Grüner (CSU) spontan mit einem Daumen nach oben würdigt. Der Verein hat derzeit 100 Mitglieder, davon 30 Aktive. Der Schutzbereich umfasse neben Wolfsberg auch noch Untertrubach, Dörfles, Hundsdorf und Sorg. Im Jahr seien hier drei bis fünf Einsätze zu absolvieren. Und dann fällt Kreisbrandmeister Maier doch noch ein, was er dem Bürgermeister sicherheitshalber schon mal mitgeben will: "In zehn Jahren bräuchten wir vielleicht mal ein neues Auto."


Die Burg ist herrenlos

Auf den schlimmen Felssturz von 1981 hat übrigens auch die Gemeinde reagiert. Damals wurde für 500 000 DM ein Sicherungszaun unterhalb der Burg gebaut. Diese hohe Investition habe sich laut Grüner erst kürzlich wieder ausgezahlt, als ein dicker Brocken vom Fangzaun aufgehalten wurde. Die Sicherheitsfrage ist insgesamt die Crux an der Burg und der Grund, warum sie herrenlos ist. Grüner: "Sie ist schwierig zu sichern, darum lässt jeder die Finger davon." Selbst die Gemeinde wollte das alte Gemäuer zu einem symbolischen Preis nicht kaufen. "Ob wir die Burg übernehmen, überlegen wir uns erst, wenn wir sonst keine Probleme mehr haben", meint Grüner.