Monique Nickel hat ihre Ausbildung zur Fachpädagogin für die Ganztagsschule erfolgreich abgeschlossen. "Eine wichtige Qualifikation", sagte Bürgermeister Martin Finzel bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag, "zumal die Schule in Ahorn ab dem Schuljahr 2021/22 eine offene Ganztagsschule wird."

Ebenfalls erfolgreich hat Oliver Ullrich sich zum geprüften Natur- und Landschaftspfleger qualifiziert. Ullrich arbeitet im Bauhof, und von seiner Weiterbildung erwartet die Gemeinde einen qualitativen Zugewinn der Arbeit. Immerhin, betonte Finzel, stünden Pflegekonzepte für Flächen in der Gemeinde an, unter anderem im Landschaftsschutzgebiet Sandberg, oder die Entwicklung von Öko-Konten.

14 Jahre Kommandant

Pascal Lindlein, 14 Jahre Kommandant der Feuerwehr Witzmannsberg, hat sein Amt an Florian Martin weitergegeben. Lindlein war seit 1995 Mitglied der FFW Witzmannsberg und eines der Gründungsmitglieder der "Feuerflitzer", der Jugendgruppe der Feuerwehr Ahorn.

Bauarbeiten beginnen

Am Montag, 28. September, starten die Bauarbeiten an den Außenanlagen rund um Schule, Lehrschwimmbecken und Schusterbau. Ziel ist die Fertigstellung bis Ende des Jahres. Martin Finzel stellte die Bauarbeiten nebst erforderlicher Einschränkungen für Schule und Vorschulkindergarten vor, die bereits im Vorfeld im Bauausschuss beraten und für akzeptabel befunden worden waren.

Aufgrund des Abbruchs der Asphaltflächen werde der direkte Zugangsbereich zum Schulgebäude vorübergehend nicht passierbar sein. Ein Alternativzugang solle über den hinteren Eingang der Mittagsbetreuung organisiert werden.

"Nicht so richtig durchdacht", äußerte Gemeinderätin Nicole Dejosez ihre Bedenken, aber - wie Finzel versicherte - mit der Schulleitung so abgesprochen. Wie diese Lösung sich in der Praxis bewährt, werde sich zeigen, meinte Finzel. Detaillierte Gespräche mit der Schulleitung würden zudem noch geführt. Gegebenenfalls sei auch eine erneute Eingangsstraßenregelung unerlässlich. Wie die Verkehrsführung in Zukunft hier aussieht, das stehe obendrein noch in den Sternen.

Indes hat der Vorschulkindergarten mit zwei Gruppen seinen Betrieb aufgenommen, derzeit noch mit ein paar "Notlösungen", die aber in den nächsten Wochen behoben werden sollen. Mit der Aufnahme des Betriebs der Volkshochschule wird nach den Herbstferien gerechnet. Zu diesem Zeitpunkt soll dann auch die Wasserwacht ihren Vereinsraum beziehen können.

Testbetrieb für Schwimmbecken

Zum Jahresende ist die Fertigstellung des Lehrschwimmbeckens geplant. Nach einem Testbetrieb, hofft Bürgermeister Finzel, könnte das Schulschwimmen mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres starten.

Für die Verbesserung der Verkehrssicherheit rund um den Ahorner Berg und die Wassergasse gab es im Gemeinderat zwei einhellig gefasste Beschlüsse. Die Hoffnungen der Ahorner auf den Ausbau der B 4 in Weichengereuth hatte der Stadtrat Coburg mit dessen Ablehnung zunichte gemacht. Umso mehr steht der Gemeinderat hinter dem Antrag von Melanie Becker, Stadträtin und Ortssprecherin in Coburg, zwischen dem Ahorner Berg und der Wassergasse entlang der Bundesstraße 4 den Radweg auszubauen. Dieser Antrag war vom Baureferat Coburg aus Zuständigkeitsgründen abgewiesen worden, weil der überwiegende Teil des Weges auf dem Gebiet der Gemeinde Ahorn liegt.

Die für Ahorn enttäuschende Ablehnung des B-4-Ausbaus in diesem Bereich lässt die Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit jedoch nicht abebben. Der Antrag von Melanie Becker, so Finzel, sei klimaschutztechnisch zeitgemäß und richtig. Einem Ausbau des Geh- und Radwegs zwischen dem Einmündungsbereich Ahorner Berg und Wassergasse im Rahmen des geplanten vierspurigen Ausbaus der B 4, heißt es nunmehr im Beschluss, stimme der Gemeinderat zu. Pläne zur Realisierung eines zeitgemäßen Verkehrsraumes für Geh -und Radfahrer könnten durch die vorliegenden Planungen zudem nicht nur realisiert, sondern durch die 100-prozentige Förderung durch den Bund auch finanziert werden.

Gleiches gelte für die notwendige Anbindung der Itzwiesen an ein landwirtschaftliches Wegenetz. An der Antragstellerin Melanie Becker liege es nun, im Rahmen ihres Mandats für die Stadt Coburg auf eine Umsetzung innerhalb des Stadtgremiums hinzuwirken.

Gleichzeitig stellt die Gemeinde Ahorn einen Antrag an die Stadt Coburg, am Ahorner Berg und an der Wassergasse eine bedarfsabhängige Lichtsignalanlage aufzustellen.