Zusammen mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) in Bamberg versucht die Gemeinde derzeit, ein Problem im Ortsteil Lindau zu lösen. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde dort der Ottergraben, der sich vom Sportgelände in die Dorfmitte schlängelt, renaturiert. Leider funktioniert die Entwässerung nicht wie vorgesehen.

Durch das schwache Gefälle läuft das Wasser nur spärlich ab, so dass das Rohr, mit dem das Wasser der Kreisstraße abgeleitet werden soll, durch Bewuchs und Steine zunehmend versandet und regelmäßig gespült werden müsste. "Das ist deshalb ärgerlich, weil wir nach Ende der Dorferneuerung dafür unterhaltspflichtig geworden sind", erklärte der Bürgermeister. Auch Christian Potzel (GFT) äußerte seinen Unmut: "Wir haben dem Bauleiter der ALE und dem Planer bereits in der Bauphase mitgeteilt, dass es nicht funktionieren kann. Aber es ist nichts passiert. Der ausführenden Firma kann man keinen Vorwurf machen, sie hat sich an den Plan gehalten."

Der Bürgermeister räumte ein, dass es so nicht bleiben kann. "Wir haben den schwarzen Peter und müssen da am Ball bleiben. Der Planer muss eine Möglichkeit finden, wie das geregelt werden kann."

Was geht am Badesee?

Was ist dieses Jahr am Badesee möglich? Darüber machte sich der See-Ausschuss bei einem Ortstermin Gedanken. "Die Aufsichtsbehörde hat signalisiert, dass wir vor dem 2. Juni offiziell nicht öffnen können", informierte Bürgermeister Herwig Neumann (CSU). Der Bauhof treffe dafür bereits Vorbereitungen, vor allem hinsichtlich eines notwendigen Hygienekonzepts mit beispielsweise getrenntem Ein- und Ausgang.

Zur Situation "Bademeister" regte Albert Kolb (SPD/WG) an zu prüfen, ob bei den Gemeindearbeitern Voraussetzungen gegeben sind, diese Position in Spitzenzeiten mit abdecken zu können. Kolb machte deutlich: "Kein Bademeister - keine Einnahmen."

Mit der Regierung von Oberfranken werden Möglichkeiten erörtert, wie mit Hilfe des Städtebauförderungsprogramms ein Maßnahmenkatalog zur Ertüchtigung des Naherholungszentrums geschnürt werden kann, mit dem die Situation am Eingang des Badesees, für die Badesaufsicht, für Camping-Stellplätze und den Fußgängersteg über die Trebgast verbessert werden kann. Keine Aussicht auf Fördermittel gibt es dagegen für eine Erneuerung der Brücke, die zum Badeseeparkplatz führt. "Die günstigste Variante lautet hier: sanieren", war der Bürgermeister realistisch. "Und diese Sanierung ist notwendig, denn diese Brücke hat die schlechteste Bewertung."

Gut unterwegs und zeitlich auf Kurs sind die Arbeiten am neuen Hort. Nach Beendigung der Elektroinstallation werden derzeit die Wände gestrichen. Durch Coronafälle in der ausführenden Firma ist die Gestaltung der Außenanlagen etwas in Verzug. Herwig Neumann hofft e jedoch, dass der neue Haupteingang mit einem dann behindertengerechten Zugang in den Pfingstferien fertig wird. Dann soll auch der Einbau einer neuen Heizung stattfinden, die künftig mit Pellets betrieben wird.

Im Schulgebäude wurde in alle Klassenräume Glasfaserkabel verlegt. Der Anschluss an das Netz erfolgt Anfang Juli. "Dann sind wir digital - aus Sicht der Schule - für alle Fälle gerüstet", freute sich der Bürgermeister.

Neues Spielgerät für Feuln?

Stefanie Diersch (SPD/WG) stellte den Antrag, den Spielplatz in Feuln aufzuwerten. Nach Rücksprache mit den Eltern soll möglichst zeitnah eine Art "All-in-one-Gerät" mit Sprossenwand, Rutsche und Schaukel angeschafft werden. Der Gemeinderat stimmte zu. "Die Kosten von rund 7000 Euro werden wir freischaufeln können", war der Bürgermeister zuversichtlich.

Erfreut nahm das Gremium zur Kenntnis, dass jetzt auch weiter außen liegende Ortsteile mit schnellem Internet versorgt werden können. Durch das "Höfe-Bonus-Programm" werden demnächst weitere Haushalte in Eichholz, Michelsreuth und Rehleithen angeschlossen.

"Um am normalen Leben teilnehmen zu können, müssen wir mittlerweile überall immer mehr Tests absolvieren. Vor allem am Wochenende ist das bei uns nicht einfach", stellte Albert Kolb fest. Er regte an, sich um ein Testzentrum in der Nähe zu bemühen, eventuell zusammen mit den anderen VG-Gemeinden. Der Bürgermeister sagte zu, mit dem Landratsamt Kontakt aufzunehmen.

Thema Mountainbiker

Jochen Lauterbach (TBG) fragte, ob es im Gemeindewald eine Möglichkeit gibt, für Mountainbiker eine Down-Hill-Strecke auszuweisen. Herwig Neumann wird dazu den Förster befragen und Erkundigungen einholen, welche Vorschriften eventuell einzuhalten sind.

Ingo Moos (SPD/WG) erbat Informationen über das neue Radwege-Konzept des Landkreises. Der Bürgermeister verwies dabei auf die Juni-Sitzung.

Werner Köstner (SPD/WG) wollte wissen, inwieweit die Gemeinde eingebunden wird, wenn es - wie derzeit aktuell - um die Sperrung von Straßen und damit verbundene Umleitungen geht. Herwig Neumann war darüber auch nicht glücklich und würde sich hier eine bessere Absprache wünschen. "Wenn es sich - wie hier - um Kreis- oder Staatsstraßen handelt, werden wir zwar informiert, es erfolgt aber meistens keine Absprache mit uns und wir haben dann auch keine Handhabe."