Die Errichtung eines Bayern-WLAN-Hotspots in Langensendelbach lehnte der Gemeinderat ab, da ihm die Unterhaltskosten in Höhe von jährlich 900 Euro zu hoch sind.
Anschließend informierte Bürgermeister Oswald Siebenhaar (UWB) seine Räte über ein Schreiben der Stadt Baiersdorf zum Thema Hochwasserschutz. "Wir gehen nun bald ins zehnte Jahr nach dem Hochwasserereignis von 2007", sagte Siebenhaar. Er versicherte, dem Hochwasserschutz hohe Priorität einzuräumen. Allerdings komme man in der Sache kaum voran. "Flächen zum Schutz der Bürger werden von den Grundstückseigentümern verweigert.
Und nun kommt auch noch die Anfrage der Stadt Baiersdorf. Wir sollten uns finanziell am Bau des Baiersdorfer Teils der Südableitung beteiligen", sagte Siebenhaar. Sollte Langensendelbach sich tatsächlich beteiligen, wäre es für die Gemeinde möglich, bei einer Realisierung der Südableitung den jetzt entstehenden Baiersdorfer Teil mitzunutzen. Wenn sich allerdings Langensendelbach einer Beteiligung verweigerte, könnte sich die Gemeinde der Baiersdorfer Südableitung nicht anschließen.


"Hochdepressive Phase"

Das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg teilt dazu ebenfalls mit, dass eine ablehnende Haltung weitreichende Konsequenzen für die bauliche Entwicklung der Gemeinde Langensendelbach habe.
Gemeinderat Hans Knetzger (FW) glaubt allerdings nicht, dass dies so einfach geht. Denn die Gemeinde Langensendelbach habe bis jetzt kontinuierlich den Hochwasserschutz vorangetrieben. "Wir befinden uns wie bei vielem anderen auch in einer hochdepressiven Planungsphase", sagte Siebenhaar.
Die Wasserwirtschaftsämter Kronach und Nürnberg müssten schnellstmöglich an einen Tisch. Die Drohungen, die jetzt in dem Schreiben aus Nürnberg zum Ausdruck gekommen seien, nannte Siebenhaar "nicht konstruktiv".