Neben den Studiendirektoren Ulrich Günther, Wolfgang Braunschmidt und Max Werbick wurden auch sechs junge Referendare, die zum Halbjahr die Seminarschule wechseln, von Wolfgang Lang, dem Vorgänger von Oberstudiendirektor Lohneiß, von vielen ehemaligen Kollegen, Vertretern der Kirche, Elternbeirat und Personalrat mit "Pomp and Circumstance" verabschiedet.
Die Hip-Hop-Gruppe, das Schulorchester unter Rüdiger Kaufmann und der "Last-Minute-Chor" der Lehrer umrahmten die Abschiedsfeier sportlich und musikalisch. Der Elternbeirat verabschiedete die Pädagogen mit Reimen.
"Was sagen Ihnen die Zahlen 117,5 und 54?", fragte Lohneiß in die Runde. "Drei Lehrkräfte, die mit Leib und Seele Lehrer waren, beenden ihre Karriere", so Lohneiß weiter. "Zusammen haben die drei Kollegen 117,5 Jahre unterrichtet, davon 54 Jahre an unserem Gymnasium." Der Schulleiter stellte das Leben und Wirken der drei Pädagogen vor. "Herr Günther war mit viel Feingefühl und Ausdauer ein wichtiger Stützpfeiler in der Vorbereitung und Durchführung der Romfahrt. Außerdem hatte er großen Anteil an der Planung, Umsetzung und Betreuung der Sanierung des Westbaus sowie des Abrisses des Altbaus und der Gestaltung des Neubaus", stellte Lohneiß heraus. Als Geschenk gab es ein Fahrradnavi und für die Gattin einen Strauß Blumen.


42 000 Arbeiten korrigiert

Wolfgang Braunschmidt war mit Leib und Seele pädagogischer Betreuer der Unterstufe und organisierte die Schülerbibliothek. "Ungefähr 42 000 schriftliche Arbeiten hat er korrigiert, für ihn war ein harmonisches Schulklima äußerst wichtig", so Lohneiß. Als Dank für sein langjähriges Wirken gab es einen Biergartenführer und für seine Partnerin ebenfalls Blumen. Die Fachkollegen spielten mit lustigen Liedern und Sketchen typische Schulszenen von Uli Günther und Wolfgang Braunschmidt nach und wurden dafür mit viel Beifall belohnt.
Auch Max Werbick verlässt die Schule. "Sein Wunsch war es, nicht mit einer Laudatio verabschiedet zu werden, sondern seinen Dienst zu beenden und lautlos zu gehen", so Lohneiß. Werbick war als Kunstlehrer und Fachbetreuer für Kunst maßgeblich an den Planungen der Fachräume Kunst des Neubaus beteiligt.
Die Schülermitverwaltung, der Förderverein, die Fachschaftsleiter und der Personalrat, alle fanden Worte des Lobes und des Abschieds. Günther und Braunschmidt waren gerührt über die wundervolle Verabschiedung und bedankten sich herzlich. Abschließend waren alle Kollegen und Gäste zu einem Mittagessen eingeladen, wo noch viel Zeit für persönliche Gespräche blieb. Seit Montag bleibt nun für die Pensionisten der Wecker stumm.