Arkadius Guzy

SPD-Fraktionsmitglied Hans-Dieter Scherpf will sein Stadtratsmandat zum 1. Juli niederlegen. Er hat einen Antrag auf Entlassung aus dem Ehrenamt gestellt.
Auf Nachfrage der Zeitung begründete Scherpf diesen Schritt mit seinem Alter. Erst am vergangenen Samstag feierte Scherpf seinen 70. Geburtstag. Jetzt solle ein Jüngerer nachrücken, sagte er. Die Aufgabe des Ehrenamts als Stadtrat sei schon länger angedacht und vorbereitet gewesen.
Scherpf ist in dem 2014 neu gewählten Gremium das dienstälteste Mitglied. Er wurde 1978 das erste Mal gewählt und wird mit Niederlegung seines Mandats 39 Jahre und zwei Monate Stadtrat gewesen sein. In dieser langen Zeit erlebte er fünf Bürgermeister. "Im Großen und Ganzen hat die Arbeit im Stadtrat Spaß gemacht", sagte Scherpf.
Die Zustimmung zu seinem Antrag gilt als Formsache. Seit einigen wenigen Jahren ist kein besonderer Grund für die Niederlegung eines Gemeinde- oder Stadtratsmandats erforderlich.
Die Nachfolge richtet sich nach dem Ergebnis der SPD-Wahlvorschlagsliste von 2014. Der erste Kandidat, der daher als Nachrücker infrage kommt, ist Thomas Brandenstein. Nimmt er das Ehrenamt nicht an, wird der Nächstplatzierte gefragt.
Scherpf bleibt kommunalpolitisch aktiv. Er ist weiterhin SPD-Fraktionsmitglied im Kreistag.