Mit einem Hüftgürtel und daran angebrachten Handschellen, sodass er seine Hände kaum auf Brusthöhe brachte, wurde ein 36-jähriger Mann aus dem Landkreis Kronach aus seiner Untersuchungshaft in Würzburg der Ersten Großen Strafkammer des Landgerichts Coburg vorgeführt.
Die Staatsanwaltschaft Coburg wirft dem verheirateten Kunststofftechniker einen schwunghaften Handel mit Rauschmitteln vor. In zwölf Fällen soll der gebürtige Russe mit deutscher Staatsangehörigkeit vorsätzlich unerlaubt Handel mit Heroin und Crystal Speed getrieben haben.
Der Mann ließ sich von zwei Anwälten vertreten. Diese forderten, den Angeklagten während der Verhandlung von den Handschellen zu befreien. Der Vorsitzende Richter am Landgericht, Christoph Gillot, stimmte dem Antrag zu, bestand jedoch auf Fußfesseln während der zahlreichen Verhandlungspausen.