Veste Coburg, Callenberg, Rosenau, Tambach, Hohenstein ... - das Coburger Land hat eine Reihe von glanzvollen Schlössern zu bieten - aber auch einige, die weniger glänzen. Was macht jemand mit einem Schloss? Nutzen - das ist für die Stadt Seßlach eine Option, wenn es um das Schloss in Heilgersdorf geht. Die Sanierung, die vor der Nutzung stehen müsste, soll mehr als 3,6 Millionen Euro kosten. Dann könnten - wie bisher - Räume von Vereinen genutzt werden. Es böte sich aber auch an, Raum für Existenzgründer zu schaffen, so ein Vorschlag des Architekten.

Doch Schlösser zu nutzen kostet eine Menge. Weniger Hoffnung besteht daher wohl für das obere Schloss in Untersiemau. Der Ort hat gleich zwei Schlösser, ein gut erhaltenes Wasserschloss und das obere. Das steht seit vielen Jahren leer. Fast wäre es einmal das Rathaus geworden. Doch schon in den 70er Jahren erschien die dafür nötige Sanierung schon viel zu teuer. So steht es bis heute leer. Ebenso das Schloss in Hassenberg, das einmal zum Hotel umgebaut worden ist und inzwischen nicht mehr genutzt wird.

Nicht weit davon liegt ein Gebäude brach, das zwar kein Schloss, aber eine Fabrikantenvilla gewesen ist, zu der es Anfang des 20. Jahrhunderts umgebaut worden war. Davor saßen dort Frauen hinter Schloss und Riegel - es war das herzogliche Frauengefängnis.

Das Sternbergschloss in Meeder ist auch eines von zwei im Ort. Dem zweiten sieht man allerdings nicht mehr an, dass es einmal ein Schloss war. Auch das Sternbergschloss wartet noch auf einen "Prinzen", der ihm zu neuem Glanz verhilft.

Schönstädt wird schon 1225 urkundlich erwähnt. Die Herren von Schönstädt bewohnten ein Wasserschloss, das bis heute - ohne Wasser - erhalten ist.