Manch einer mag das Gefühl haben, die Autobahn A 71 wurde doch gerade erst gebaut. Tatsächlich rollt der Verkehr auf dem Streckenabschnitt zwischen Schweinfurt und Meiningen zwischenzeitlich seit gut 16 Jahren. Die Fahrbahn des Autobahnzubringers der B 287 zwischen Münnerstadt und Burglauer zeigt nun erste Verschleißerscheinungen. Deshalb hat das Staatliche Bauamt Schweinfurt beschlossen, die Asphaltdeckschicht zu erneuern.

Es handle sich um einen normalen Verschleiß, betont Manfred Rott vom Staatlichen Bauamt in Schweinfurt auf Anfrage. Es sei genau der Zeitraum, in dem man theoretisch davon ausgehen muss, dass solche Schäden auftreten. Die Straße sei an manchen Stellen rissig geworden. In solche offenen Stellen kann Wasser einsickern, welches dann auch unterliegende Straßenschichten beschädigen könnte. Deshalb soll zeitig gehandelt werden, um diese Schäden zu beheben, erläutert Manfred Rott. "Am besten man repariert rechtzeitig", weiß er aus Erfahrung.

Die oberen vier Zentimeter der Fahrbahndecke sollen auf dem Autobahnzubringer abgefräst werden. Erst nach dieser Arbeit können die Fachleute vom Straßenbau dann beurteilen, ob an besonders rissigen Stellen bereits tieferliegende Schäden entstanden sind, die dann auch gleich behoben werden müssen. Im Anschluss kann die neue Deckschicht dann wieder aufgebracht werden.

Die Verkehrsführung des Autobahnzubringers wird im Zuge der Baumaßnahmen nicht verändert. Im Jahr 2019 hatte es binnen weniger Monate zwei schwere Verkehrsunfälle auf dem Autobahnzubringer gegeben. Damals habe man mit Leitmalen Veränderungen vorgenommen. "Das hat genutzt", sagt Manfred Rott. Auch die Einfädelspur auf die B 287 in Richtung Burglauer bleibt, wie sie ist, auch wenn die Verkehrssituation dort von manchen Autofahrern als unangenehm wahrgenommen wird. Es gebe da auch keine Unfälle, sagt der Fachmann von der Schweinfurter Baubehörde.

Standard wird verbessert

Im Zuge der Bauarbeiten wird zudem der Pendlerparkplatz unterhalb der B 287 hergerichtet. Die Anregung dafür kam von Burglauers Bürgermeister Marco Heinickel. In ihrem jetzigen Zustand sei sie wirklich nicht schön, meint Heinickel dazu. Die Gemeinde Burglauer nennt zum Vergleich die Pendlerparkplätze bei Oerlenbach und Rödelmaier, die deutlich besseren Standard hätten. Die Anregungen stießen beim Staatlichen Bauamt auf offene Ohren. Es gab gemeinsame Ortseinsichten und nun einen Plan, was gemacht werden soll. Laut Manfred Rott wird der Parkplatz mit seinen 80 Stellplätzen optisch verschönert. Außerdem soll der Parkverkehr durch Bepflanzungen geordnet werden. Auch die Zufahrt zum Pendlerparkplatz wird verbessert, erläutert Rott.

Installiert werden im Zuge der Bauarbeiten auch Leuchten. "Es gibt mehr Sicherheit, wenn der Pendlerparkplatz beleuchtet ist", sagt Rott. Sicherheitsprobleme habe es nach Angaben von Bürgermeister Marco Heinickel dort zwar nicht gegeben, aber die Installation der Lampen befürwortet er ausdrücklich, damit Autofahrer, die früh morgens oder abends auf ihre Mitfahrgelegenheit warten, nicht im Dunkeln stehen.

Angeschafft werden Solarlampen, erläutert Bürgermeister Marco Heinickel. Denn auf dem Pendlerparkplatz gibt es keinen Stromanschluss für elektrische Lampen. Die Leuchten brennen in der Dunkelheit deshalb nicht dauerhaft, sondern sind mit Bewegungsmeldern ausgestattet. Licht gibt es wirklich nur dann, wenn sich auf dem Platz etwas tut. Das sei auch im Sinne des Naturschutzes, stellt Heinickel fest. Die Lichtverschmutzung werde dadurch begrenzt.

Die Sonne hilft mit

Marco Heinickel hofft, dass dieses System mit der Sonnenenergie funktioniert. Im Winter, das weiß er allerdings, könnte es bei langen trüben Phasen mit der Ausleuchtung auch mal schwierig werden. Bezahlt werden die Lampen von der Gemeinde Burglauer, während alle anderen Kosten vom Staatlichen Bauamt getragen werden. Knapp 900.000 Euro kosten die Erneuerung der Fahrbahndecke und die Verbesserungsarbeiten am Pendlerparkplatz, erläutert Manfred Rott. Marco Heinickel freut sich, dass die Anregung der Gemeinde aufgenommen wurde. Er beobachtet, dass der Parkplatz gut angenommen wird. Die Kooperation mit dem Staatlichen Bauamt im Bezug auf den Ausbau lobt er ausdrücklich. "So soll es sein."

1. Wann sind der Autobahnzubringer und der Pendlerparkplatz während der Bauarbeiten gesperrt?

Die Bauarbeiten beginnen ab 28. April mit Vorarbeiten in den Seitenräumen und Nebenflächen. Hierzu sind eventuell halbseitige Einengungen beziehungsweise halbseitige Sperrungen unter Ampelbetrieb erforderlich. Ab 2. Mai beginnen die Straßenbauarbeiten. Hierzu muss der gesamte Streckenbereich zwischen der Staatsstraße 2445 und dem Autobahnanschluss der A 71 ab 2. Mai, 8 Uhr, bis voraussichtlich einschließlich 14. Mai vollständig für den Verkehr gesperrt werden. Ebenso gesperrt sind die Abfahrtsäste und Auffahrtsäste der Autobahn A 71 und der nahe gelegene Pendlerparkplatz.

2.

Wie sieht die Umleitung aus?

Die Umleitung erfolgt über die Bedarfsumleitungen der Autobahn. Umleitung I - von Süden: Die bereits als Bedarfsumleitung ausgeschilderte Strecke führt ab der Anschlussstelle Maßbach über die Staatsstraßen St 2281a, St 2281 (durch Poppenlauer), St 2282 zur B 287. Von dort weiter über die St 2445, B 279, B 279 neu zur Anschlussstelle 25, Bad Neustadt. Umleitung II - von Norden: Die bereits ausgeschilderte Bedarfsumleitung führt ab der AnschlusssStelle Bad Neustadt über die B 279 neu, B 279, St 2445 auf die B 287. Von der B 287 wird dann der Verkehr über die St 2445 zur Anschlussstelle 28, Bad Kissingen/Oerlenbach geleitet. Die Umleitungsstrecke wird nicht eigens ausgeschildert.