Der 86-jährige Robert Baehr aus Glosberg wurde für sein verdienstvolles Wirken in 50 Jahren als Feldgeschworener vom Freistaat Bayern die Ehrenurkunde verliehen. Stellvertretender Kreisvorsitzender Georg Pabstmann nahm die Ehrung in der Wohnung des durch eine Gehbehinderung an den Rollstuhl gebundenen verdienten Feldgeschworenen vor.

Den Dankesworten schlossen sich Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein und Altlandrat Heinz Köhler an. Köhler kennt Robert Baehr schon seit über vier Jahrzehnten als loyalen und engagierten Mitbürger von Glosberg und im Landkreis Kronach, der immer wieder durch Wohltaten auf sich aufmerksam macht. Altlandrat Köhler wie auch Bürgermeister Beiergrößlein hoben die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements von Siebenern hervor. Die Feldgeschworenen wirken in Bayern bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen und Flurstücken mit. Sie werden auch Hüter der Grenzen und Abmarkungen genannt und arbeiten eng mit den Vermessungsämtern zusammen.

Wie viele Vermessungen Baehr in 50 Jahren in seinem Ehrenamt durchgeführt hat, konnte er nicht sagen, aber er erinnert sich schon noch an manch fürchterliche Wetterkapriolen während der Ausübung des Ehrenamtes. Eine Besonderheit dieses Ehrenamts ist das "Siebenergeheimnis". Mit geheimen Zeichen und Markierungen wird der Punkt gekennzeichnet, wo der Stein gesetzt werden soll. Diese geheimen Daten werden nur mündlich an den Nachfolger weitergegeben.

Bei den Ehrungen während der Mitgliederversammlung der Feldgeschworenen am Samstag fehlten außerdem wegen Krankheit Georg Haderlein aus Brauersdorf und Manfred Pfadenhauer aus Welitsch. Beide sind 40 Jahre Feldgeschworene, ihre Ehrung wird nachgeholt. eh