Corona sorgt für einen Einbruch des Tourismus: Im ersten Halbjahr haben rund 17 900 Gäste Coburg besucht - das sind 47 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen sank um 50 Prozent auf etwa 31 400. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Landesamtes.

"Die Pandemie hat zu einer beispiellosen Krise im heimischen Gastgewerbe geführt. Erst mussten Hotels, Gastwirtschaften, Biergärten und Restaurants über viele Wochen ganz zusperren. Und nach dem Lockdown läuft der Betrieb unter Auflagen nur langsam wieder an", sagt Michael Grundl, Geschäftsführer der NGG-Region Oberfranken.

Unter der Situation litten aber nicht nur die Unternehmen. "Die Folgen sind auch für Köche, Kellner und Hotelangestellte dramatisch. Als Kurzarbeiter mussten sie deutliche Lohneinbußen in Kauf nehmen - in einer Branche, die ohnehin nur geringe Löhne zahlt", betont Grundl.

Nach Angaben der Agentur für Arbeit beschäftigt das Hotel- und Gaststättengewerbe in Coburg rund 1200 Menschen. Bislang habe die Kurzarbeit habe einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindern können, heißt es in der Pressemitteilung der NGG weiter. Dank staatlicher Hilfen sei eine Pleitewelle im Gastgewerbe ausgeblieben. red