Der Markt Heiligenstadt plant für 2021 die Erschließung des neuen Baugebiets "Am Teich" im Ortsteil Oberngrub mit 26 Baugrundstücken. Zur Jahresabschlusssitzung des Marktgemeinderats, der wegen der Corona-Sicherheitsvorschriften diesmal in der Schulturnhalle tagte, war deshalb Peter Bittel vom Bamberger Ingenieurbüro Wolf gekommen, um die Pläne vorzustellen.

Die Anbindung an den Straßenverkehr erfolgt über die Ortsstraßen sowie über die Kreisstraße BA 13. Für Fußgänger entsteht eine direkte Verbindung von der Stichstraße am Friedhof ins Neubaugebiet. Die gesamte Baugebietserschließung kostet nach einer ersten Schätzung etwas über eine Million Euro. Die verkehrstechnische Erschließung alleine ist mit 512 000 Euro kalkuliert. Für die 180 Meter zu verlegenden Schmutz- und Regenwasserkanäle und die dazugehörigen Hausanschlüsse rechnet Bittel mit Kosten von rund 235 000 Euro, hinzu kommt noch die zu verlegende 315 Meter lange Wasserleitung für 146 500 Euro.

Auch die Leerrohre für den Breitbandausbau werden gleich mit verlegt. Zeitgleich läuft in Oberngrub auch eine Dorferneuerungsmaßnahme, durch die Stellplätze entstehen sollen. Die Ausschreibung soll im Januar erfolgen, und mit den Arbeiten zur Verlegung von Wasser- und Abwasserleitung soll dann im April begonnen werden. Der Beginn des Straßenausbaus ist für August vorgesehen. Ende 2021 sollen die meisten Bauarbeiten abgeschlossen sein. Restliche Arbeiten werden dann 2022 erfolgen. Bürgermeister Stefan Reichold (SPD) kündigte an, dass erste Vorauszahlungen für die Erschließung bereits 2021 erhoben werden. Mit einer Gegenstimme gab der Rat grünes Licht zur Ausschreibung der Bauarbeiten.

Der Wasserpreis bleibt aufgrund einer Nachkalkulation für die Jahre 2019 und 2020 auch für die nächsten zwei Jahre stabil bei 2,20 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser. 2023 müssen die Bürger allerdings mit einer Gebührenerhöhung rechnen, weil dann der Überschuss der vergangenen Jahre aufgebraucht sein wird.

In ihren Ämtern für die nächsten sechs Jahre bestätigt wurden die beiden Kommandanten Matthias Potzel und Roland Baier der Feuerwehr Burggrub.

Eingangs der Sitzung hatte Reichold bedauert, dass sein Vorschlag zur Bildung eines Ferienausschusses aufgrund der Corona-Pandemie mit vier zu 13 Stimmen abgelehnt wurde. Deshalb müsse man auch ab nächstem Jahr weiterhin in der Turnhalle tagen.