Nach dreijähriger Tätigkeit als Vorsitzender des Musikvereins Nordhalben gibt Bernhard Singer das Amt an Nico Tahiraj ab. Bei der Jahreshauptversammlung in der Nordwaldhalle wurde der 22-Jährige ohne Gegenstimme gewählt. Nachdem es sich um eine Nachwahl handelt, beträgt die Wahlzeit nur ein Jahr, im kommenden Jahr wird dann wieder komplett durchgewählt.

Bernhard Singer begründete seine Entscheidung, den Vorsitz abzugeben mit der fehlenden Zeit. Vor drei Jahren habe er die Musik und den damaligen Vorsitzenden Gerd Hornfeck nicht in Stich lassen wollen und deshalb den Posten übernommen. Bei der letztjährigen regulären Wahl habe sich niemand gefunden, so dass er ein weiteres Jahr drangehängt habe. Nunmehr stellte sich mit dem Nachwuchsmusiker Nico Tahiraj jemand zur Verfügung. In Anbetracht, dass man im Jahr 2022 das 100- jährige Gründungsfest feiert, sei dies auch notwendig.

Vor der Neuwahl legte die Vereinsführung Rechenschaft ab. Der Vorsitzende verwies dabei auf das Jubiläumskonzert im vergangenen Jahr anlässlich 25 Jahre Nordwaldhalle. Eine Wanderung und die vereinsinterne Faschingsveranstaltung fanden noch vor Ausbruch von Corona statt. Seitdem sind fast alle Einsätze gestrichen worden. In kleinen Besetzungen habe man in der Corona-Zeit mit kleinen Ständchen Freude bereitet.

Dirigentin Dorothea Dietrich erwähnte den Frankenwald-Advent und den Nikolausmarkt. An den Sonntagen in der schwierigen Zeit habe man dann die Bevölkerung mit dem Nordhalbener Heimatlied und weiteren Stücken optimistisch stimmen wollen. Seit Mitte des Jahres sei der Probebetrieb wieder angelaufen. Zunächst habe man im Freien an verschiedenen Orten geübt. Um den Mindestabstand einzuhalten, finden derzeit die Proben in der Nordwaldhalle statt. Beim ersten größeren Auftritt, dem Kerwa-Standkonzert, habe alles einigermaßen geklappt, die Bürger waren dafür auch dankbar.

Mit Jasmin Oßmann und Johanna Dietrich konnten auch zwei Nachwuchsmusikerinnen das Leistungsabzeichen D2 in Silber ablegen. Nora Barnickel legte noch vor der Pandemie das D1-Abzeichen in Bronze erfolgreich ab. Mit Jasmin Oßmann und Lena Simon hätten sich auch zwei Mädchen der Nachwuchsarbeit angenommen. Eine Wiederbelebung der Aktivitäten war dann allerdings nur bedingt möglich. Kapellensprecher Wolfgang Wachter lobte die Aktivitäten der 28 aktiven Musiker, welche gerade nach der Corona-Zeit mit einem guten Probenbesuch aufwarteten.

Zweiter Bürgermeister Ludwig Pötzinger dankte dem Kulturträger für das gezeigte Engagement und die gute Jugendarbeit. Er dankte insbesondere Bernhard Singer für seine Arbeit als Vorsitzender. Die Zweite Vorsitzende Ivonne Simon überreichte an Bernhard Singer ein Präsent. Der Vorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) Wolfgang Müller meinte, dass ein Musikverein eine Bereicherung in jeder Gemeinde ist. Trotz aller Spielfreude müsse man auch künftig die Vorgaben einhalten, um der Situation gerecht zu werden. Er habe Angst und Sorge, ob alle Vereine wieder zur Spielstärke zurückkehren werden. Deshalb sei es wichtiger denn je, dass alle bei der Stange bleiben. In Nordhalben sei der Altersdurchschnitt sehr gut, deshalb freue er sich auch, drei Nachwuchsmusikerinnen nach der neuen Ehrungsordnung für fünf Jahre ehren zu dürfen. Dies waren Johanna Dietrich, Jasmin Oßmann und Lena Simon.

Gerd Hornfeck stellte als Vorsitzender des Festausschusses das bisher erarbeitete Grobprogramm vor. Demnach wird es im Vorfeld des Jubiläumsfestes am 2. April einen Ehrungsabend geben. Ein Woche vor dem Fest am 10. Juli soll ein Festgottesdienst sein. Das eigentliche Fest mit Kreismusikfest soll vom 15. bis 17. Juli stattfinden. Der genaue Ablauf soll bis zum Frühjahr des kommenden Jahres stehen, sagte Hornfeck. mw