Das Studentenwerk Würzburg übernimmt die ehemalige Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in dem ehemaligen Bahngebäude zwischen dem Bahnhof und der Zollner-Unterführung, welches die Stadt Bamberg vor einigen Jahren erworben hatte. Die zentral gelegenen Wohnungen werden derzeit vom Studentenwerk Würzburg renoviert und möbliert, um den Studierenden den vorübergehenden Einzug zum neuen Wintersemester ermöglichen zu können.

Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) freut sich in der Pressemitteilung aus dem Rathaus, dass so "eine gute Lösung gefunden wurde, um dringend benötigten Wohnraum für Studierende zu schaffen". Damit wurde eine Idee verwirklicht, die beim Runden Tisch "Studentisches Wohnen" entwickelt worden ist, an dem die Stadt, die Universität, das Studentenwerk und die Studierendenvertreter beteiligt waren.

"Seit Jahren haben wir uns sehr intensiv um alternativen Wohnraum während des Neubaus unseres Wohnheims bemüht", berichtet Michael Ullrich, Geschäftsführer des Studentenwerks Würzburg. Bis zum 31. März 2019 betrieb die Regierung von Oberfranken eine Gemeinschaftsunterkunft am Bahnhof, die aufgegeben worden ist.

Suche nach Lösungen

Bereits seit Ende 2018 fanden Gespräche zwischen der Stadt Bamberg und dem Studentenwerk Würzburg über die anschließende Anmietung der Immobilie als Übergangslösung bis zur Fertigstellung des Neubaus des Studentenwohnheims Pestalozzistraße statt. Das Studentenwerk möchte dort bis zu 20 neue Wohnheimplätze für Studenten ab dem Wintersemester 2019/20 vermieten. Starke betonte: "Wir brauchen dringend solche Lösungen, zumal das Pestalozziheim saniert wird und dadurch studentischer Wohnraum weggefallen ist."

Zwischen der Stadt Bamberg und dem Studentenwerk Würzburg wurde daher ein Mietvertrag zunächst bis zum Ende des Wintersemesters 2021/22 über das Anwesen Ludwigstraße 14/16 geschlossen. Als Mietpreis wurde ein symbolischer Betrag von 100 Euro Kaltmiete zuzüglich Nebenkosten pro Monat vereinbart. Im Gegenzug übernimmt das Studentenwerk die Immobilie, wie sie von der Regierung von Oberfranken zurückgegeben wurde. Notwendige Renovierungsarbeiten führt das Studentenwerk auf eigene Rechnung durch. red