Ganze dreieinhalb Stunden hat es am gestrigen Donnerstagvormittag gedauert, dann waren 20 000 FFP2-Masken für 4000 bedürftige Menschen in Bamberg "eingetütet" und für den Postversand abholbereit im Foyer der Graf-Stauffenberg-Schule. In einer solidarischen Gemeinschaftsleistung haben 15 Mitarbeiter des Jobcenters Bamberg und des städtischen Amts für soziale Angelegenheiten dafür gesorgt, dass die Masken schnellstmöglich bei denen ankommen, für die der Kauf der Masken bereits einen finanziellen Kraftakt bedeutet, berichtet die Pressestelle der Stadt.

Berechtigt zum Erhalt von je fünf Masken sind Leistungsbezieher im Jobcenter sowie von Grundsicherung im Alter und von Sozialhilfe. Das bayerische Gesundheitsministerium verteilt insgesamt 2,5 Millionen FFP2-Masken an die Landkreise und kreisfreien Städte. Das Kontingent für die Stadt Bamberg wurde durch eine Spende der Held'schen Apotheken ergänzt, so dass an einem einzigen Vormittag die Lieferung an alle 4000 Berechtigten in Bamberg vorbereitet und am Nachmittag durchgeführt werden konnte.

"Vielen Dank für den spontanen Einsatz und das vorbildliche Meistern der logistischen Herausforderung", so Oberbürgermeister Andreas Starke bei einem Besuch der Aktion im Foyer der Graf-Stauffenberg-Schule. Sein Dank galt auch Apotheker Hartmut Held für die kurzfristige Spende von 5000 FFP2-Masken.

"Echte Solidarität"

"Das ist eine ganz wichtige Sache, denn für viele Menschen sind FFP2-Masken schon etwas sehr Teures und dies schließt sie vielleicht sogar vom Einkauf aus", bekräftigte Sozialreferent Bürgermeister Jonas Glüsenkamp. Die hervorragende Organisation über Jobcenter und Amt für soziale Angelegenheiten sei "echte Solidarität der Stadtgesellschaft", so Glüsenkamp.

Auch im Landkreis greift die Hilfsaktion. Die Verteilung von insgesamt 13 000 Masken erfolgt zentral über das Landratsamt. Empfänger von Grundleistungen bekommen jeweils fünf Masken auf dem Postweg zugestellt, heißt es in der Mitteilung. red