Die Schulsportanlage in Breitengüßbach soll überarbeitet werden. Nun wurde die Entwurfsplanung im Gemeinderat präsentiert. Für rund 1,2 Millionen Euro soll das Gelände in neuem Glanz erstrahlen und wieder alle notwendigen Funktionen erfüllen. Dafür sind umfangreichere Bauarbeiten nötig.

Max Brust vom Ingenieurbüro Weyrauther erläuterte dem Gremium, was auf der Schulsportanlage passieren wird. "Wir hatten Absprachen mit der Schulleitung und der Gemeinde und haben so die notwendigen Maßnahmen festgelegt." Erneuert werden sollen die Rundlaufbahn, die 100-Meter-Bahn, die Weitsprung- und Kugelstoßanlage sowie die Oberfläche des Mehrzweckfeldes. Außerdem soll eine Einzäunung erstellt und teilweise ein Ballfangzaun angebracht werden. Erste Arbeiten wurden bereits begonnen, etwa beim Abriss.

Für die Zuschauer sind ebenfalls Verbesserungen angedacht. So soll die Tribüne entlang des Fußballplatzes verlängert werden. Rollstuhlfahrer könnten dann den oberen Bereich nutzen, ansonsten stünden weitere Sitzstufen zur Verfügung.

Von den 1,2 Millionen Euro entfallen rund 430 000 Euro auf die Erneuerung des Kunststoffbelags, 54 000 Euro auf Erd- und Aushubarbeiten und 51 000 Euro auf die Erneuerung der Entwässerungseinrichtungen. Auch einige neue Ausstattungsgegenstände sind im Gesamtpreis enthalten.

Ist ein Ballfangzaun nötig?

Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder erklärte, man habe bei der Schulsportanlage darauf geachtet, dass der aktuelle Standard erhalten bleibe - die Planung sei vor allem funktional und in Absprache mit den Nutzern entstanden. Für die Baukosten muss die Gemeinde größtenteils selbst aufkommen - die Förderung sei auf 190 000 Euro gedeckelt und berechne sich aus der Steuerkraft der Gemeinde sowie den Schülerzahlen.

Diskutiert wurde im Gemeinderat über die Notwendigkeit eines Ballfangzauns hinter den Fußballtoren. In der Planung war er bisher nicht berücksichtigt worden. Reinfelder verwies darauf, dass andere neu errichtete oder sanierte Anlagen wie der Sportplatz in Baunach keinen solchen Zaun hätten. Brust meinte, ein solcher würde etwa 10 000 Euro ausmachen und könne auch nachgerüstet werden. Die Gemeinde könne auch erst einmal die Ergebnisse der Ausschreibungen abwarten und ihn mit einplanen, falls die Preise günstig ausfielen. Einstimmig wurde die Sanierung der Schulsportanlage dann auf den Weg gebracht.

Geringe Erfolgsaussichten

Mit der Hans-Jung-Halle bewirbt sich die Gemeinde für das Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur". "Wir haben für die Halle bereits ein Sanierungskonzept an das Architekturbüro Paptistella vergeben, das momentan erarbeitet wird. Mit dem Bundesprogramm wäre eine Förderung von 45 Prozent drin - eine gute Sache, da es mit anderen Förderungen eher mau aussieht", so Reinfelder.

Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, könnte die Halle auch gestalterisch ein wenig aufgewertet werden und zu einem Bindeglied der sportlichen, kulturellen und gesundheitlichen Aktivitäten in der Gemeinde und der Region werden. Im Foyer ließe sich zum Beispiel ein Informationszentrum einrichten. Denn das Bundesprogramm schreibt gewisse Bestandteile vor - insbesondere stadtentwicklungspolitische Impulse. Ganz vorne auf der Sanierungsliste stünden aber Heizung, Lüftung und Sanitär.

Einstimmig stimmte man der Bewerbung zu. Die Erfolgsaussichten, so Reinfelder, seien aber eher gering, da bundesweit nur 600 Millionen Euro an Fördermitteln vergeben würden.