Explosion im mittelfränkischen Hobbykeller lässt Feuerwehr rätseln: In Stein bei Nürnberg (Landkreis Fürth) ist es am Montag (12.04.2021) gegen 12.15 Uhr zu einer Explosion in einem Reihenhaus gekommen. Das berichten Polizei und Feuerwehr. Laut Polizei Mittelfranken hatten Anwohner des Kastanienwegs die Feuerwehr gerufen, weil sie einen Knall aus einem Reihenhaus in der Nachbarschaft gehört hatten. 

"Der Anwohner war nach eigenen Angaben im Garten und hat dann einen lauten Knall gehört", berichtet der Einsatzleiter der Feuerwehr Stein inFranken.de. Daraufhin habe der Mann einen Brand in seinem Hobbykeller bemerkt und habe mit einem Pulverlöscher versucht, die Flammen zu bändigen. 

Stein: Hobby-Keller-Explosion gibt Rätsel auf - jetzt wurde die Kripo eingeschaltet

"Die Explosion war so stark, dass es eine Tür entgegen der Öffnungsrichtung durch die Wand gedrückt hat", so der Einsatzleiter. Feuerwehr und Polizei begannen sofort mit den Löscharbeiten, weil beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits Rauch aus dem Haus drang. 

Der Mann konnte sich zwar ins Freie retten, berichtet die Polizei, erlitt aber eine Rauchgasvergiftung sowie leichte Verletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Das Feuer hatte die Feuerwehr Stein schnell im Griff, einzelne Gegenstände im Hobbykeller hätten lediglich noch geglimmt, so der Einsatzleiter. Die Feuerwehr suchte den Keller mit einer Wärmebildkamera nach weiteren Glutnestern ab und befreite das Gebäude mit Lüftungsgeräten vom restlichen Rauchgas.

Wie der Brand zustande kam, gibt den Einsatzkräften allerdings noch immer Rätsel auf. Weil die Feuerwehr keine Ursache finden konnte, hat noch am Montagnachmittag die Fürther Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. "Nach aktuellem Ermittlungsstand kam es in dem Keller aus bislang unbekannter Ursache zu einer Verpuffung und in dem Zusammenhang zu einem kleineren Brand", informiert die Polizei Mittelfranken am Dienstag (13.04.2021). Die Ursache der Verpuffung sei aber weiter unklar. Auch das Landeskriminalamt hat mittlerweile Experten zur Unterstützung bei der Aufklärung geschickt.