Noch vor wenigen Wochen gab es aus München grünes Licht für die bayerischen Weihnachtsmärkte. Doch angesichts steigender Fallzahlen und nach dem erneuten Ausruf des Katastrophenfalls im Freistaat haben zahlreiche Kommunen und Landkreise bereits ihre Weihnachtsmärkte abgesagt, so die Stadt Fürth.

In Fürth hat man bis zum Schluss weiter geplant und war für verschiedene Szenarien gerüstet: Das Rahmenprogramm war bereits erheblich gekürzt, die Veranstaltungsfläche räumlich auf die Fürther Freiheit, rund um den Paradiesbrunnen und den dahinterliegenden Parkplatz ausgedehnt, um Menschenansammlungen zu vermeiden, die Anzahl der Buden reduziert und deutlich mehr Sicherheitspersonal eingeplant.

Auch für eine komplette Einzäunung des Veranstaltungsgeländes im Falle einer 2G-Regelung war das Marktamt vorbereitet. Das generelle Verbot von Weihnachtsmärkten, das heute in München verkündet wurde, trifft die Schausteller hart, da die Buden komplett aufgebaut und Waren geordert sind sowie Geld investiert wurde, um die coronabedingten Hygiene-Auflagen zu erfüllen.

Auch Wirtschaftsreferent Horst Müller zeigt sich enttäuscht von der kurzfristigen Absage. „Wir haben bis zuletzt gehofft und waren gut vorbereitet“. Den äußerst späten Zeitpunkt der Absage bezeichnet er als sehr unglücklich und für die Schausteller niederschmetternd.