Traditionsgasthof "Grüner Baum" in Fürth endgültig gerettet: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die Klage eines Anwohners gegen die Wiedereröffnung und Sanierung des "Grünen Baum" in Fürth endgültig abgelehnt. Der Traditionsgasthof, der über 300 Jahre Wirtshaustradition vorweisen kann, ist damit gerettet. 

Die Stadt Fürth teilte mit, dass der Bayerische Verwaltungsgerichtshof als letzte Instanz den Antrag eines Dauerklägers aus der Gustavstraße auf Zulassung einer Berufung gegen das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichts Ansbach vom 3. März 2020 abgelehnt habe. Gegen diese Entscheidung könnten nun keine Rechtsmittel mehr eingelegt werden - sie sei somit rechtskräftig. Damit seien alle Versuche "dieses Dauerklägers" gescheitert, die Wiedereröffnung und Sanierung einer der ältesten Gaststätten Fürths zu verhindern.

Fürth: Anwohner scheitert mit Klage gegen Wiedereröffnung des "Grünen Baum"

Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) reagierte wie folgt auf das Urteil: "Die Dauerkläger aus der Gustavstraße müssen damit eine weitere eindeutige Niederlage verkraften. Zugleich ist mit dem 'Grünen Baum' ein Wahrzeichen der Fürther Gaststättenkultur und eines der bedeutendsten und bekanntesten Lokale in der Altstadt dauerhaft gesichert", so Jung. "Gerade in Zeiten, in denen die Gastronomie jede Unterstützung benötigt, kommt dieses Urteil wie gerufen.“ 

Auch wenn die Klage des Anwohners gegen die Stadt Fürth gerichtet war, sind die Inhaber des "Grünen Baum" gleichermaßen erleichtert. Markus Binder, der den Gasthof als einer der Betreiber im Februar 2019 wiedereröffnet hat, erklärt inFranken.de: "Wir sind natürlich hochzufrieden, das das Verfahren jetzt endlich zum Abschluss gekommen ist. Wir waren allerdings immer sehr zuversichtlich, dass dies positiv für den 'Grünen Baum' beschieden wird."

Oberbürgermeister Jung appelliert nach der klaren Gerichtsentscheidung außerdem "an die Dauerbeschwerdeführer", auch die letzte offene Klage von insgesamt über zwanzig zurückzunehmen. Dabei handele es sich um eine Klage gegen die Bebauungsplanänderung.

Auch Wirt Binder hofft nun auf Ruhe für sich und seine Kollegen in unmittelbarer Nachbarschaft: "Die Entscheidung ist großartig für alle Gastronomen der Gustavstraße. Wir brauchen jetzt Mut und Hoffnung und nicht irgendwelche weiteren lästigen Gerichtsverfahren."

Gute Nachrichten gibt es aktuell für alle bayerischen Gastronomen: Ab kommenden Montag (10. Mai 2021) soll es für Restaurants und Cafés wieder Öffnungsmöglichkeiten für den Außenbereich geben. Auch die Biergärten könnten dann endlich wieder öffnen. Melanie Wulkesch, Inhaberin des Bamberger "Bootshaus", kann es kaum erwarten.