Fürth: Tödliche Schüsse auf Hochzeit- Anklage fordert lebenslange Haftstrafe
Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa
Fürth, Donnerstag, 12. März 2026
Bei einer Hochzeitsfeier in Fürth fallen mehrere Schüsse. Der Vater der Braut wird getroffen - ein jahrelanger Familienstreit eskaliert. Nun fordert die Anklage lebenslange Haft.
Update vom 12.03.2026, 9.18 Uhr: Anklage fordert lebenslange Haftstrafe
Im Verfahren wegen der tödlichen Schüsse auf einer Hochzeitsfeier in Fürth beantragt die Anklagebehörde für den 27-jährigen Beschuldigten eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes. Zudem soll laut einer Sprecherin des Oberlandesgerichts Nürnberg im Urteil die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden. Das Landgericht Nürnberg plant, das Urteil am 19. März zu verkünden.
Die Anklage geht davon aus, dass der aus Frankreich stammende Täter heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen handelte. Der Mann hatte im März des vergangenen Jahres auf der Hochzeitsfeier den Vater seiner ehemaligen Freundin vor zahlreichen Zeugen mit sechs Schüssen getötet. Die Verteidigung erkennt die Tat nicht als Mord an und argumentiert laut der Gerichtssprecherin, dass der Mann an Schizophrenie erkrankt sei und unter Wahnvorstellungen leide.
Gemäß der Anklage reiste der Beschuldigte mit mehreren Angehörigen zur Hochzeitsfeier an. Das Opfer erlag kurz nach dem Angriff im Krankenhaus seinen Verletzungen. Als Motiv wird ein Streit um die Unterhaltszahlungen für die gemeinsamen Kinder des Angeklagten und seiner ehemaligen Freundin genannt. Laut Anklagebehörde ging den tödlichen Schüssen ein jahrelanger Konflikt mit gegenseitigen Drohungen zwischen den beiden Familien voraus.
Der Beschuldigte floh nach der Tat mit seinen Begleitern nach Frankreich, wo er sich der Polizei stellte und die Tat gestand.
Update vom 21.01.2026, 17.13 Uhr: Todesschüsse auf Hochzeit - Angeklagter schweigt vor Gericht
Ein wegen tödlicher Schüsse auf einer Hochzeitsfeier in Fürth angeklagter 27-Jähriger äußert sich vor Gericht nicht zu den Anschuldigungen. Sein Anwalt erklärte vor dem Landgericht in Nürnberg, dass sein Mandant nichts dazu sagen werde.
Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Franzosen, den Vater seiner früheren Lebensgefährtin auf einer Hochzeitsfeier vor den Augen der zahlreichen Gäste heimtückisch ermordet zu haben. Das Motiv soll ein Streit um Unterhaltszahlungen für die beiden Kinder des Angeklagten und seiner Ex-Freundin gewesen sein, die nach der Trennung wieder nach Deutschland zurückkehrte.
Den Ermittlungen zufolge war der Angeklagte im vergangenen März in Begleitung mehrerer Verwandter zu der Hochzeitsfeier gegangen, zu der auch das spätere Opfer eingeladen war. "Der Angeschuldigte nutzte die Arg- und Wehrlosigkeit des Geschädigten und gab unmittelbar sechs Schüsse aus der Waffe gezielt auf den Oberkörper des Geschädigten ab, die alle trafen", sagte Staatsanwalt Roland Fleury. Der 47-Jährige erlag kurz danach im Krankenhaus seinen Verletzungen.