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Fürth
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Feuer-Show vor Fenster: Fränkischer Künstler beglückt Menschen in Corona-Krise

Wer keine Lust mehr auf Computer & Co. hat, kann sich in Fürth nun eine Feuer-Show nach Hause holen. Unter dem Motto "Kultur vor dem Fenster" liefern Künstler ihre Shows ab sofort direkt zur Kundschaft.
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Mit dem Projekt „Kultur vor dem Fenster“ können sich ab sofort Menschen in Fürth eine spektakuläre Feuer-Show nach Hause holen. Foto: Gabi Küffner
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„Kultur vor dem Fenster“ in Fürth: Künstler bietet in Corona-Krise spektakuläre Feuer-Shows an: „Un poco loco“ lautet das Motto von Marc Vogel. Ein bisschen verrückt ist der Fürther Feuerkünstler tatsächlich. Allerdings absolut positiv bekloppt. Durch die Corona-Krise ist Vogel gemeinsam mit der Fürther Multi-Instrumentalistin Katja Lachmann auf die einfache aber geniale Idee gekommen, die im virusbedingten „Lockdown“ eingeschlossenen Menschen mit spektakulären Kultur-Shows zu versorgen.

Über die Homepage „Kultur vor dem Fenster“ können sich die Fürther zahlreiche Künstler direkt nach Hause vor die Haustür holen. Natürlich steht auch die Feuer-Show von Marc Vogel zur Verfügung. „Egal ob Rock-Show oder Balkan-Party – Feuer gibt es bei meinen Auftritten immer reichlich“, freut sich der Fürther Feuerkünstler und erzählt, dass Kulturfreunde keine Angst vor der Polizei haben müssen. „Wir haben eine Genehmigung vom Ordnungsamt.“ Die lokalen Sheriffs informiert Vogel, bevor er nach Einbruch der Dunkelheit zur besten Sendezeit mit seinem Feuerspektakel auf Bürgersteigen und Hinterhöfen loslegt.

Bewohner in Mehrfamilienhäusern legen zusammen, um Show zu sehen

Dabei geht es Vogel nicht nur darum, Künstlern in Corona-Zeiten neue Auftrittsmöglichkeiten und damit Einnahmequellen zu ermöglichen. „Den Leuten wieder Lebensfreude zu geben, das ist mir fast wichtiger als das Geld“, sagt Vogel und schwärmt von den positiven Reaktionen des Publikums. „Die Menschen sind total dankbar, dass sie einen Abend nicht in den Bildschirm glotzen müssen.“

Mit der „Kultur vor dem Fenster“ will Vogel das Publikum davor bewahren, Trübsal zu blasen in den eigenen vier Wänden. Bewohner in Mehrfamilienhäuser würden Geld sammeln, um gemeinsam Musikabende in Hinterhöfen organisieren und von Balkonen und Fenstern verfolgen zu können. „Die Akustik in Hinterhöfen ist wirklich genial“, sagt Vogel und schwärmt von heute schon legendären Corona-Hinterhof-Konzerten von Bands wie den „Rockin` Lafayettes“.

Sogar renommierte Klassik-Ensembles wie das „Elisen-Quartett“ oder bekannte Comedy-Größen wie Lizzy Aumeier seien über das Portal buchbar. Auch Kultstars, wie der fränkisch-finnische Songwriter „Mäkkelä“, bieten Fenster-Shows über das neue Kultur-Portal an. Kostenlos sind die Künstler allerdings nicht zu haben. „Meine Feuer-Show kostet zum Beispiel rund 250 Euro.“ Die Gagen würden je nach Bandstärke und Bekanntheitsgrad aber stark variieren.

"Kultur vor dem Fenster" vielleicht bald auch in Nürnberg und Erlangen

Viele Nachbar-Gemeinschaften würden für einen privaten Kulturabend vor der Haustür das Geld für die nötige Künstlergage zusammenzulegen. Fans mit größerem Geldbeutel hätten in Fürth auch schon ganze Shows für die komplette Nachbarschaft spendiert. „Das Feedback für uns Künstler ist derzeit wirklich der Hammer“, freut sich Vogel und kündigt an, mit seiner Aktion in ganz Bayern expandieren zu wollen.

Derzeit würden beispielsweise Gespräche mit Erlangen und Nürnberg laufen. Auch hier sollen die Menschen bald „Kultur vor dem Fenster“ buchen können. Neben Fürth hat seit Dienstag auch Landshut als zweite Stadt im Freistaat die Genehmigung für die ziemlich geniale Idee der Fenster-Kultur erteilt.