Fliegerbombe in Fürth-Hardhöhe gefunden: Evakuierung nach Entschärfung aufgehoben
Autor: Redaktion
Fürth, Mittwoch, 03. November 2021
Nachdem bei Bauarbeiten in Fürth eine Fliegerbombe entdeckt worden war, zögerte sich die Entschärfung am Mittwoch bis in den Abend hinaus. Grund dafür war ein defekter Zünder, der die Sprengung erschwerte.
Am Dienstag (2. November 2021) ist bei Bauarbeiten in Fürth eine Fliegerbombe gefunden worden. Die Entschärfung zögerte sich am darauffolgenden Mittwoch länger hinaus, da der Zünder durch den Aufprall beschädigt worden war. Mittlerweile gelang den Sprengmeistern aber die Entschärfung.
In mehreren Straßen mussten die Gebäude dafür evakuiert werden, für die betroffenen Anwohner wurde eine Notunterkunft eingerichtet.
Update vom 03.11.2021, 21.45 Uhr: Fürther Fliegerbombe entschärft
Die Bombe im Fürther Stadtteil Hardhöhe konnte mittlerweile erfolgreich entschärft werden, wie die Stadt Fürth am Mittwochabend mitteilt. Dafür zuständig waren Sprengmeister Heiko Pagel und sein Kollege Sebastian Kraatz. Damit ist die Evakuierung beendet und die Bewohner*innen können in ihre Wohnungen zurückkehren. Das Notquartier in der Mittelschule Soldnerstraße haben etwa 60 Personen genutzt. Auch die Verkehrssperrungen im Bereich um den Fundort in der Siemensstraße sind aufgehoben. Die U-Bahn fährt wieder planmäßig bis zur Endstation Hardhöhe.
Knapp 200 Rettungs- und Sicherheitskräfte der Feuerwehr, Polizei, des Technischen Hilfswerks und des Bayerischen Roten Kreuzes waren laut Angaben der Stadt Fürth vor Ort.
Update vom 03.11.2021, 19 Uhr: Neue Details zum Ablauf der Entschärfung
Weil der Zünder der Fürther Fliegerbombe beim Aufprall beschädigt wurde, zögert sich die Entschärfung hinaus. "Der Zünder konnte nicht entfernt werden", berichtete ein Sprecher der Stadt Fürth am Mittwochabend. "Deshalb wurde der Sprengstoff aus der Bombe jetzt entfernt. Im Anschluss wird ein kleines Loch gebaggert und der Zünder wird in dem Loch gesprengt." Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe aber nicht, da nur noch eine sehr kleine Menge Zündstoff in dem zugeschütteten Loch gesprengt werde.
Auch im rund 40 Kilometer entfernten Ansbach wurde am Mittwoch ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden: Die Bombe soll am Donnerstag entschärft werden.
Update vom 03.11.2021, 18 Uhr: Entschärfung muss verschoben werden
Die Entschärfung der Fliegerbombe war zunächst für 15 Uhr angesetzt, wird sich aber nun um zwei bis drei Stunden verzögern, wie die Stadt Fürth mitteilt. Der Grund für die Verspätung: Der Zünder der Bombe konnte nicht wie eigentlich geplant entschärft werden. "Die Bombe wurde beim Aufprall beschädigt und damit auch der Zünder, der daher nicht entfernt werden kann", erklärt Christian Rieck, Einsatzleiter Berufsfeuerwehr Fürth. Die Bombe sei beim Aufprall auseinandergerissen, weshalb der Sprengstoff rückseitig entfernt werden müsse.