Bei Bauarbeiten wurde in der Nähe des Ansbacher Bahnhofs erneut eine Bombe entdeckt. Erst Anfang September gab es am Ansbacher Bahnhof den Verdacht auf einen entsprechenden Fund, zuvor mussten schon im März und Juli zwei Bomben entschärft werden. Nun stand wieder eine Evakuierung an.

Ein Sprengmeister hatte die Bombe, die diesmal in der Bischof-Meiser-Straße entdeckt worden war, bereits untersucht und als Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg kategorisiert, wie die Stadt Ansbach mitteilte. Von der Bombe sei keine akute Gefahr ausgegangen. Die Straßensperrung im betroffenen Gebiet konnte daher bald wieder aufgehoben werden. Die Entschärfung zögerte sich allerdings etwas hinaus, da es sich dabei nicht um den einzigen aktuellen Bombenfund in Mittelfranken handelte: Am Mittwoch (3. November 2021) wurde in Fürth eine Fliegerbombe entschärft, die ebenfalls bei Bauarbeiten gefunden wurde.

Update vom 04.11.2021, 14.10 Uhr: Entwarnung - Bombe wurde entschärft

Entwarnung: Die Entschärfung der Fliegerbombe konnte erfolgreich von einer Fachfirma durchgeführt werden, meldet die Stadt Ansbach am Donnerstagnachmittag gegen 14.10 Uhr. Die Zünder der Bombe konnten demnach unschädlich gemacht werden. "Somit kann die Bevölkerung im Radius von 500 Metern rund um die Bischof-Meiser-Straße wieder in ihre Wohnungen beziehungsweise zu ihren Arbeitsplätzen zurückkehren", heißt es aus der Stadt. 

Auch die Straßensperrungen wurden nun wieder aufgehoben. 

Oberbürgermeister Thomas Deffner dankt allen Beteiligten: "Herzlichen Dank an alle Personen, die gestern und heute im Rahmen des Bombenfunds im Einsatz waren. Danken möchte ich auch allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis für diesen Einsatz und die damit verbundenen Einschränkungen."

Update vom 04.11.2021, 13 Uhr: Heckzünder entschärft und Sprengung des Frontzünders folgt

Bis 12.36 Uhr konnte der Heckzünder entschärft und der Frontzünder erfolgreich von der Bombe getrennt werden. Der Frontzünder muss allerdings vor Ort gesprengt werden. Daher müssen auch die Maßnahmen zur Sperrung des Gebiets weiterhin aufrechterhalten werden. 

Update vom 04.11.2021, 12.30 Uhr: Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet

Die Entschärfung der Fliegerbombe dauert weiterhin an. Die Züge verkehren aktuell noch, jedoch können sie immer noch nicht halten. Somit ist in Ansbacher am Bahnhof weder ein Ein- noch Ausstieg möglich.

Die Deutsche Bahn weist darauf hin, dass alle Fährgäste in Oberdachstetten, Triesdorf, Wicklesgreuth oder Leutershausen-Wiedersbach ein beziehungsweise aussteigen sollen. Zwischen den genannten Stationen und Ansbach wird zudem ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.  Die Haltestelle des Schienenersatzverkehrs in Ansbach befindet sich in der Feuerbachstraße.

Durch zu erwartende Straßensperrungen aufgrund der Entschärfung ist auch bei dem Schienenersatzverkehr mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Die Linie S 4 mit dem Fahrtziel Ansbach endet vorzeitig in Wicklesgreuth und wendet dort. Die Linie S 4 mit dem Fahrtziel Dombühl verkehrt ohne Halt in Ansbach.

Update vom 04.11.2021, 11 Uhr: Evakuierungsmaßnahmen abgeschlossen - Entschärfung beginnt

Um 10:32 Uhr war die Evakuierung mit einer kleinen Verzögerung abgeschlossen. Damit konnte der Sprengmeister mit seinem Team von der Firma Tauber mit der Entschärfung beginnen.

Update vom 04.11.2021, 10 Uhr: 371 Einsatzkräfte im Evakuierungsgebiet

Seit 8.15 Uhr sind die Einsatzkräfte im Evakuierungsgebiet unterwegs und kontrollieren, ob alle Bürgerinnen und Bürger ihre Wohnungen verlassen haben. Im Einsatz sind insgesamt 371 Personen, darunter 128 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 78 der Polizei, 88 des Technisches Hilfswerk und 62 des Roten Kreuzes sowie 15 Kräfte der städtischen Führungsgruppe Katastrophenschutzes. Ziel ist es, dass diese Maßnahme bis 10 Uhr abgeschlossen ist und mit der Entschärfung begonnen werden kann.

Alle notwendigen Straßensperrungen wurden im Vorfeld eingerichtet. Aufgrund der Verkehrsbehinderungen werden alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gebeten, das Stadtgebiet zu meiden und großräumig zu umfahren. Oberbürgermeister Thomas Deffner dankt diesen Einsatzkräften schon jetzt, so die Stadt Ansbach in einer aktuellen Pressemitteilung. 

Um 9.30 Uhr erfolgte eine Bevölkerungswarnung über das Sirenenwarnsystem der Stadt Ansbach. Mithilfe der Katastrophenschutz-Sirenen soll die Bevölkerung zusätzlich auf die derzeitige Gefahrenlage hingewiesen und veranlasst werden, ihre Rundfunkgeräte einzuschalten und auf Durchsagen zu achten. Die Entwarnung nach der Entschärfung der Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird ebenfalls über ein entsprechendes Sirenensignal, ein gleichbleibender Heulton über eine Minute, erfolgen.

Bombe in Ansbach muss entschärft werden

Die Entschärfung in Ansbach verschiebt sich daher auf Donnerstag um 10 Uhr. Der Sprengmeister habe laut Angaben der Stadt Ansbach aber bereits einen Evakuierungsradius von 500 Metern festgelegt. Ein genauer Plan zum Ablauf soll noch im Laufe des Mittwochs auf der Homepage der Stadt veröffentlicht werden. Fest steht schon jetzt, dass die Evakuierung der Wohnungen bis Donnerstagmorgen um 8 Uhr erfolgen muss. Die Stadt fordert die Anwohner*innen der Bischof-Meiser-Straße daher dazu auf, das betroffene Gebiet rechtzeitig zu verlassen und solange bei Verwandten, Freunden oder Bekannten unterzukommen.

Alternativ können sich die Anwohner*innen für den Zeitraum der Entschärfung im Gymnasium Carolinum in der Reuterstraße aufhalten. Für positiv auf Corona Getestete und Personen, die sich derzeit in Quarantäne befinden, gibt es abgetrennte Räume. Die Stadt Ansbach bereitet derzeit außerdem ein Bürgertelefon für Nachfragen vor.

Da der Evakuierungsradius auch den Ansbacher Bahnhof einschließt, werden nach Angaben der Deutschen Bahn zwischen 8 Uhr und voraussichtlich 12 Uhr keine Züge in Ansbach halten, der Ein- und Ausstieg vor Ort entfällt also. Die Zeiten können sich allerdings noch ändern, sagte ein Bahnsprecher. Auch eine komplette Umfahrung des Bahnhofs könne nicht ausgeschlossen werden.

Die Bahn bittet Fahrgäste daher, in Oberdachstetten, Triesdorf, Wicklesgreuth oder Leutershausen-Wiedersbach ein- oder auszusteigen. Zwischen diesen Stationen und Ansbach wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten. Die Haltestelle des Ersatzverkehrs in Ansbach befindet sich in der Feuerbachstraße. Aufgrund der zu erwartenden Straßensperrungen ist auch beim Schienenersatzverkehr mit Beeinträchtigungen zu rechnen.