Am 26. September 2021 fand in Deutschland die Wahl zum 20. Bundestag statt. Ob CSU, SPD, FDP oder Grüne - Franken gehört auf jeden Fall zu den Gewinnern. Aus der Region haben so manche Kandidat*innen den Sprung in das höchste Organ unserer Demokratie geschafft. InFranken.de hat sie in der Übersicht. 

Voraussichtlich 735 Abgeordnete werden sich spätestens zum 26. Oktober im neuen Parlament zusammenfinden - so viele wie noch nie. 116 stammen insgesamt aus Bayern und 40 davon aus Franken. Da die CSU einiges an Wähler*innen einbüßen musste, sind die Stimmen dieses Jahr gleichmäßiger unter den Parteien verteilt. Innerhalb Frankens gibt es keinen wirklichen politischen Schwerpunkt und die Abgeordneten sind bunt zusammengemischt aus allen Ecken der Region:

Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU)

Die CSU ist in bayerischen Direktmandaten traditionell sehr dominant vertreten. So auch bei der Bundestagswahl 2021. Von den 16 fränkischen Wahlkreisen ging bei den Erststimmen jeder an die Union.

Zwar ist der Abstand zur politischen Konkurrenz nicht mehr so deutlich wie er einst war, das Ergebnis kann trotzdem als komfortabel bezeichnet werden. Das sind die fränkischen Abgeordneten der CSU und ihr jeweiliger Wahlkreis:

  • Thomas Silberhorn (Wahlkreis: 236 Bamberg; Stimmenanteil: 37,0 %)
  • Silke Launert (237 Bayreuth; 42,4 %)
  • Jonas Geissler (238 Coburg; 36,5 %)
  • Hans-Peter Friedrich (239 Hof; 41,2 %)
  • Emmi Zeulner (240 Kulmbach; 47,8 %)
  • Artur Auernhammer (241 Ansbach; 38,4 %)
  • Stefan Müller (242 Erlangen; 35,2 %)
  • Tobias Winkler (243 Fürth; 33,5 %)
  • Sebastian Brehm (244 Nürnberg-Nord; 28,4 %)
  • Michael Frieser (245 Nürnberg-Süd; 34,4 %)
  • Ralph Edelhäußer (246 Roth; 38,0 %)
  • Andrea Lindholz (247 Aschaffenburg; 40,7 %)
  • Dorothee Bär (248 Bad Kissingen; 39,1 %)
  • Alexander Hoffmann, (249 Main-Spessart; 38,6 %)
  • Anja Weisgerber (250 Schweinfurt; 40,9 %)
  • Paul Lehrieder (251 Würzburg; 36,9 %)

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Die SPD hat zwar bundesweit die meisten Stimmen bekommen, konnte sich in Bayern bei den Direktmandaten jedoch nicht gegen die CSU durchsetzen. Über die Zweitstimme konnten dennoch viele Kandidat*innen der Landesliste in den Bundestag einziehen.

Mit 15,3 % der Zweitstimmen ist das Ergebnis zwar schlechter als im Bund, trotzdem hat es für 23 Abgeordnete der bayerischen SPD-Landesliste gelangt. Davon stammen zehn aus Franken:

  • Carsten Träger (Fürth, Listenplatz 3)
  • Anette Kramme (Bayreuth, Listenplatz 4)
  • Bernd Rützel (Main-Spessart, Listenplatz 7)
  • Gabriela Heinrich (Nürnberg-Nord, Listenplatz 8)
  • Andreas Schwarz (Bamberg, Listenplatz 11)
  • Sabine Dittmar (Bad Kissingen, Listenplatz 14)
  • Martina Stamm-Fibich (Erlangen, Listenplatz 18)
  • Jörg Nürnberger (Hof, Listenplatz 19)
  • Markus Hümpfer (Schweinfurt, Listenplatz 21)
  • Jan Plobner (Roth, Listenplatz 23)

Alternative für Deutschland (AfD)

12,4 Prozent der Zweitstimmen haben der AfD in Bayern zum dritten Platz gereicht. Das ist ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zur letzten Bundestagswahl. Deshalb konnten einige Kandidat*innen über die Landesliste der Partei in den Bundestag einziehen.

Obwohl die AfD aus Bayern zwölf Abgeordnete entsendet, kommen nur zwei dieser Personen aus Franken:

Der Nürnberger Martin Sichert stand auf Listenplatz 5 und vertritt künftig seine Partei und seine Wähler*innen im Bundestag. Diplom-Jurist Tobias Peterka aus Bayreuth ist ebenfalls ins höchste deutsche Parlament. 

Freie Demokratische Partei (FDP)

Die FDP konnte ihr bayerisches Ergebnis bei den Zweitstimmen fast verdoppeln und kommt nun auf 10,2 %. Künftig entsendet die FDP 14 Abgeordnete aus dem Freistaat.

Von den 14 Abgeordneten der FDP-Landesliste stammen fünf aus Franken:

  • Katja Hessel (Nürnberg-Nord, Listenplatz 2)
  • Karsten Klein (Aschaffenburg, Listenplatz 3)
  • Andrew Ullmann (Würzburg, Listenplatz 10)
  • Kristine Lütke (Roth, Listenplatz 12)
  • Thomas Hacker (Bayreuth, Listenplatz 13)

Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE)

Auch Bündnis 90/Die Grünen konnten ihr Ergebnis gegenüber der letzten Bundestagswahl verbessern. Das Besondere: Die Partei hat es als einzige in Bayern geschafft, der CSU ein Direktmandat abzunehmen. Münchnerin Jamila Schäfer setzte sich im Wahlkreis München-Süd gegen die Konkurrenz durch.

Zusätzlich zum Direktmandat schicken die Grünen 17 Kandidat*innen der bayerischen Landesliste nach Berlin. Sechs davon stammen aus der Region Franken:

  • Manuela Rottmann (Bad Kissingen, Listenplatz 5)
  • Sascha Müller (Schwabach, Listenplatz 6)
  • Lisa Badum (Forchheim, Listenplatz 8)
  • Tessa Ganserer (Nürnberg, Listenplatz 12)
  • Niklas Wagener (Aschaffenburg, Listenplatz 13)
  • Johannes Wagner (Coburg, Listenplatz 15)

Die Linke

Die Partei mit den wenigsten Stimmen in Bayern, die es dennoch in den Bundestag geschafft hat, ist Die Linke. Bundesweit war es zwar knapp, in Bayern konnten die Partei ihr Zweitstimmen-Ergebnis trotzdem steigern und kommt nun auf 6,1 %.

Insgesamt vier der künftigen Abgeordneten der Linken kommen aus Bayern. Nur eine Person aus Franken:

Klaus Ernst stammt aus dem Landkreis Main-Spessart und ist der einzige fränkische Vertreter der Linken. Er sitzt bereits seit 2005 im Bundestag.

Die Listen der Parteien und die offiziellen Wahlergebnisse findet man auf der Seite des Bundeswahlleiters.