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Nazareth 2026 in Hallstadt & Mellrichstadt: Zwei Konzerte mit neuem Sänger


Autor: Stefan Lutter

Franken, Freitag, 13. März 2026

Die schottischen Hardrock-Pioniere Nazareth touren 2026 mit neuem Sänger durch Europa. In Franken gibt es gleich zwei Konzerte mit allen Klassikern.
Mit Klassikern wie "Love Hurts", "Hair of the Dog" und "This Flight Tonight" prägten Nazareth ganze Generationen von Rockfans. Im Frühjahr 2026 rocken sie Hallstadt und Mellrichstadt.


Es gibt Bands, die haben die Rockgeschichte geschrieben – und dann gibt es Nazareth, die damit nach über 55 Jahren immer noch nicht fertig sind: Seit 1968 rocken die Schotten unermüdlich die Bühnen dieser Welt, und 2026 kehren sie mit frischem Wind zurück nach Franken. Gleich zweimal können Fans die Hardrock-Legenden live erleben: am 21. März im Vamos in Hallstadt und am 11. April in der Oskar-Herbig-Halle in Mellrichstadt. Der Clou: Mit Gianni Pontillo steht seit Januar ein neuer Frontmann am Mikrofon, der laut Gründungsmitglied Pete Agnew endlich wieder alle Hits in der Original-Tonart singen kann.

Von "Love Hurts" über "Hair of the Dog" bis "This Flight Tonight" – die Liste der Nazareth-Klassiker liest sich wie das Who's Who des Hardrock. Mit über 60 Millionen verkauften Tonträgern sind sie die erfolgreichste Rockband Schottlands und gehören zur ersten Generation der Hard & Heavy Bands, die gemeinsam mit Led Zeppelin, Deep Purple und Black Sabbath den harten Rock prägten. Auf ihrer "Still Rockin' Hard Tour 2026" präsentieren sie nicht nur die zeitlosen Klassiker, sondern auch neue Songs vom 25. Studioalbum "Surviving The Law". Nach über 55 Jahren Bandgeschichte strotzt Nazareth noch immer vor Spielfreude – und mit Gianni Pontillo, der zuvor bei Victory rockte, ist die Band bestens für die Zukunft gerüstet.

Nazareth im März und April 2026 in Franken: Von Dunfermline in die Welt

Nazareth, gegründet 1968 im schottischen Dunfermline, gehören zur ersten Generation der Hard-&-Heavy-Bands und prägten gemeinsam mit Bands wie Led Zeppelin, Deep Purple, Uriah Heep und Black Sabbath ganz maßgeblich die Stilrichtung des harten Rock. Die Band entwickelte sich aus der Gruppe The Shadettes, die bereits 1961 gegründet worden war. Mit dem Einstieg von Gitarrist Manny Charlton im Jahr 1968 tourte die Band in der klassischen Vierer-Besetzung mit Dan McCafferty (Gesang), Manny Charlton (Gitarre), Pete Agnew (Bass) und Darrell Sweet (Schlagzeug).

Die schottische Hardrock-Legende kehrt 2026 im Rahmen ihrer "Still Rockin’ Hard Tour" nach Deutschland zurück und macht dabei gleich zweimal Station in Franken. Die Band, die zu den Pionieren des harten Rock gehört, wird am 21. März 2026 im Vamos in Hallstadt* und am 11. April 2026 in der Oskar-Herbig-Halle in Mellrichstadt* auftreten. Besondere Spannung verspricht der Auftritt mit dem neuen Sänger Gianni Pontillo, der seit Januar 2026 die Band verstärkt.

Mit legendären Klassikern wie "Love Hurts", "Hair of the Dog" und "This Flight Tonight" sowie kraftvollem Power-Rock und neuen Songs vom aktuellen 25. Studioalbum "Surviving The Law" bieten die Live-Konzerte ein breites Repertoire, das die Fans direkt zurück in die goldenen 70er Jahre des Hardrock katapultiert.

Über 55 Jahre Rockgeschichte

Mit über 60 Millionen verkauften Tonträgern sind Nazareth neben den Simple Minds die erfolgreichste Rockband Schottlands aller Zeiten. Ihr wohl bekanntester Song ist "Love Hurts", eine Coverversion der Everly Brothers, die bis heute als einer der erfolgreichsten Songs der Band gilt und den Standard für eine Rockballade setzte. Der Mega-Hit kam weltweit in nahezu allen Hitparaden in die Top-10, erreichte in sechs Ländern die Nummer 1 und behauptete sich 60 Wochen lang allein in den norwegischen Charts.

Nazareth 2026 live - Tickets zu allen Terminen

In der über 55-jährigen Bandgeschichte haben die Schotten nicht nur den Hardrock mitgeprägt, sondern auch ihre Originalität bewahrt. Als Vorband von Deep Purple - und produziert von deren Bassist Roger Glover – folgte ab 1969 eine lange Serie von prägenden Hard-Rock-Alben mit diversen Hits. Besonders ihr Album "Hair of the Dog" aus dem Jahr 1975 war ihr erster großer Hit und erweiterte ihre Popularität international, einschließlich der USA. Von 1971 bis heute hat Nazareth 25 Studioalben aufgenommen und mehrere Live-Platten veröffentlicht. Die Band erhielt dafür diverse Platin-, Gold- und Silber-Auszeichnungen in der ganzen Welt.

Die Live-Konzerte von Nazareth ziehen auch heute noch regelmäßig Tausende von Zuschauern an. Mit ihrer beeindruckenden Live-Performance und ihrer Fähigkeit, das Publikum zu elektrisieren, bleibt die Band ein unverzichtbarer Bestandteil der Rockwelt. Schnörkellos, konventionell, klassisch und zeitlos – so klingt Heavy-Rock der Marke Nazareth rund um den Globus bis heute. Die Rockfans weltweit schätzen die aggressive Bühnenshow und das Allüren-freie, korrekte Auftreten der Musiker.

Neuer Sänger Gianni Pontillo ab 2026

Das Jahr 2026 startete mit einem bedeutenden Personalwechsel am Mikrofon: Der neue Nazareth-Sänger heißt Gianni Pontillo. Der Schweizer Musiker übernimmt den Posten des Frontmanns bei Nazareth und wird künftig sowohl bei allen Konzerten als auch bei den neuen Studio-Projekten die Rolle des Leadsängers übernehmen. Gianni Pontillo gilt als erfahrener und vielseitiger Rock-Vokalist. In den vergangenen Jahren machte er sich vor allem als Frontmann der deutschen Hard-Rock-Band Victory einen Namen, mit der er international tourte und mehrere Studio- und Live-Produktionen umsetzte. Weiterhin war Pontillo in verschiedenen weiteren Projekten aktiv und arbeitete mit Musikern aus dem internationalen Rock-Business zusammen, was ihm den Ruf als stilsicheren Sänger mit kraftvoller Stimme einbrachte. Darunter finden sich auch "Fun Halen" als Van Halen Tribute Band, zusammen mit unter anderem Eluveitie-Gitarrist Jonas Wolf. Gianni sang bei Formationen wie "Pure Inc.", "Souls Revival" und "The Order". Im Jahr 2023 gründete er sein eigenes Projekt "Pontillo & The Vintage Crew".

Ur-Bassist und Gründungsmitglied Pete Agnew betont: Jeder, der Gianni Pontillo schon live erlebt habe, wisse um seine "unglaubliche Stimme". Die, die ihn bisher nicht kennen, dürften sich freuen, wenn die Band 2026 mit dem Schweizer Sänger auf der Bühne steht. "Ich schätze seine musikalische Erfahrung sowie seine stimmliche Bandbreite. Unsere Fans dürfen gespannt sein, wie Gianni den klassischen Nazareth Sound interpretiert und zugleich eigene Akzente setzt", so Pete Agnew. Weiter sagt er: "Mit Gianni Pontillo sind wir wieder in der Lage, all die Hits in der Original-Tonart darzubieten. Das hat es seit 2014 so nicht mehr gegeben!" Die ganze Band zeigte sich nach den ersten gemeinsamen Proben begeistert von Giannis’ Interpretation der alten Hits und neuen Songs, so Agnew.

Die aktuelle Besetzung der Band umfasst Gianni Pontillo (Gesang, seit Januar 2026), Pete Agnew (Bass, Gründungsmitglied), Jimmy Murrison (Gitarre, seit 1994 der dienstälteste Gitarrist der Bandgeschichte) und Lee Agnew (Schlagzeug, seit Darrell Sweets Tod 1999, Sohn von Pete Agnew). Mit Gianni Pontillo am Mikrofon ist die Band bestens für die Zukunft gerüstet und kann nach über 55 Jahren noch vor Spielfreude strotzen.

Top 20: Die besten Songs von Nazareth im Ranking

Nazareth haben im Laufe ihrer Karriere Hunderte Songs veröffentlicht. Zu ihren bekanntesten und charakteristischsten Liedern gehört "Love Hurts", die Coverversion des Everly-Brothers-Klassikers, die bis heute die erfolgreichste Single der Band ist. Die emotionale Rockballade setzte den Standard für Power-Balladen und erreichte weltweit die Top-10 der Hitparaden. Der Titeltrack "Hair of the Dog" (1975) ist ein kraftvoller Hardrock-Song mit einem ikonischen Riff und bis heute ein Muss bei jedem Konzert. "This Flight Tonight" (1973) machten Nazareth aus der ruhigen Folkballade von Joni Mitchell zu einem Hard-Rock-Kracher, der Platz 1 in Deutschland und Platz 11 in Großbritannien erreichte.

Aus dem beeindruckenden Katalog hat die Redaktion 20 Titel ausgewählt, die das musikalische Spektrum und die künstlerische Entwicklung der schottischen Rocklegende am besten repräsentieren. Diese handverlesene Auswahl zeigt, warum Nazareth zu den prägendsten Bands der Hardrock-Geschichte gehören:

  1. Hair of the Dog (1975, vom Album Hair of the Dog): Manny Charltons Gitarrenriff hämmert sich ins Bewusstsein wie ein Presslufthammer in Beton. Was der Titeltrack ihres erfolgreichsten Albums an roher Energie freisetzt, gehört zum Härtesten, was die 70er Jahre hervorbrachten. Ursprünglich in den USA als B-Seite von "Love Hurts" veröffentlicht, entwickelte sich der Song zum Signature-Track der Band. Bei jedem Konzert verwandelt dieser stampfende, kompromisslose Hardrock-Klassiker die Halle in einen brodelnden Hexenkessel – pure Aggression in Songform, zeitlos und unverwüstlich.
  2. Love Hurts (1975, vom Album Hair of the Dog): Schmerz klingt wie Dan McCaffertys gequälte Stimme in dieser monumentalen Ballade. Die Coverversion des Everly-Brothers-Klassikers verwandelte eine sanfte Folkballade in eine emotionale Lawine aus Gitarren und Gefühl. Weltweit stürmte der Song die Top-10, erreichte in sechs Ländern Platz 1 und hielt sich allein in Norwegen 60 Wochen in den Charts. Diese Power-Ballade setzte den Standard für alle kommenden Rock-Balladen und bleibt bis heute die erfolgreichste Single der Band – ein Meisterwerk der Verwandlung.
  3. This Flight Tonight (1973, vom Album Loud 'n' Proud): Joni Mitchell hätte ihre melancholische Folkballade wohl kaum wiedererkannt. Mit Produzent Roger Glover am Mischpult verwandelten Nazareth das zarte Original in einen donnernden Hardrock-Monstertruck. Treibende Drums, wummernder Bass und kreischende Gitarren katapultierten den Song auf Platz 1 in Deutschland und Platz 11 in Großbritannien. Ein Paradebeispiel dafür, wie Nazareth fremde Kompositionen zu ihren eigenen machten – respektlos, brillant, unvergesslich.
  4. Dream On (1982, vom Album 2XS): Die frühen 80er Jahre. Viele ihrer Zeitgenossen hatten längst kapituliert oder sich dem Kommerz verschrieben. Doch Nazareth lieferten mit diesem unterschätzten Juwel den Beweis, dass ihre kreative Kraft ungebrochen war. Melodische Hooklines verschmelzen mit kraftvollem Hardrock zu einem Song, der die Bandbreite der Schotten eindrucksvoll demonstriert. Hymnische Refrains und atmosphärisches Gitarrenspiel machen "Dream On" zu einem unsterblichen Klassiker, der zu Unrecht im Schatten der großen Hits steht.
  5. Bad Bad Boy (1973, vom Album Loud 'n' Proud): Rebellisch. Laut. Unverschämt eingängig. Dieser Song ist die musikalische Verkörperung eines Troublemakers, der durch die Straßen zieht und Chaos hinterlässt. Das dreckige Riff bohrt sich ins Ohr, während McCaffertys charakteristisch raue Stimme von Rebellion und Widerstand erzählt. Der mitreißende Groove lässt keine Wahl – Kopfnicken ist Pflicht. Pure Attitüde, keine Kompromisse, authentischer Rock'n'Roll in seiner ursprünglichsten Form.
  6. Telegram (1971, vom Album Nazareth): Über neun Minuten entfaltet sich hier ein episches, dreiteiliges Instrumental-Abenteuer. Das Debütalbum dokumentiert mit diesem Track die frühe Progressive-Rock-Phase der Band, als Experimente noch wichtiger waren als Radioformate. Tempo-Wechsel jagen sich, virtuose Soli explodieren, psychedelische Klanglandschaften öffnen sich. Ein faszinierendes Zeitdokument, das beweist: Nazareth waren weit mehr als eine straighte Hardrock-Band – sie waren musikalische Entdecker auf der Suche nach neuen Horizonten.
  7. Razamanaz (1973, vom Album Razamanaz): Der Durchbruch klang genau so. Energiegeladen, wild, ungezähmt – der Titeltrack katapultierte Nazareth ins internationale Rampenlicht. Treibende Rhythmen peitschen voran, während wilde Gitarrenläufe und McCaffertys aggressiver Gesang den klassischen Nazareth-Sound der frühen 70er definieren. Das Album gilt bis heute als eines ihrer besten Werke, und dieser Song ist sein schlagendes Herz. Wer verstehen will, warum Nazareth zu den Großen des Hardrock gehören, muss hier beginnen.
  8. Please Don't Judas Me (1975, vom Album Hair of the Dog): Verrat hat einen Sound – und er klingt düster, intensiv, beklemmend. Die biblische Anspielung auf Judas verleiht dem Song eine zeitlose Dimension, während schwere Riffs eine Atmosphäre schaffen, die unter die Haut geht. McCaffertys leidenschaftliche Gesangsperformance verwandelt persönliche Enttäuschung in universelle Tragödie. Ein oft übersehener Tiefpunkt – im besten Sinne – des legendären "Hair of the Dog"-Albums, der zeigt, dass Nazareth auch die dunklen Seiten der menschlichen Seele ausleuchten konnten.
  9. Broken Down Angel (1973, vom Album Razamanaz): Dreieinhalb Minuten purer Rock'n'Roll. Mehr braucht es nicht. Dieser großartige, schnörkellose Pop/Rock-Song im Stil der Faces und Rolling Stones klingt wie ein verlorener Klassiker aus der goldenen Ära. Der Refrain brennt sich ins Gehirn ein und weigert sich, wieder zu verschwinden. Zeitlos, authentisch und verdammt gut – so schrieb man Anfang der 70er Songs, die auch fünf Jahrzehnte später noch frisch klingen.
  10. Expect No Mercy (1977, vom Album Expect No Mercy): Schon der Titel ist eine Kampfansage an alle, die Nazareth für zahm hielten. Kompromisslos, aggressiv, mit einer Intensität, die auch heute noch für Gänsehaut sorgt – dieser Song zeigt die Band von ihrer härtesten Seite. Der äußerst druckvolle Track gehört bis heute zu den Live-Favoriten und verwandelt jedes Konzert in ein Schlachtfeld aus Sound und Schweiß. Wer hier Gnade erwartet, ist definitiv falsch – Nazareth kennen keine halben Sachen.
  11. Holy Roller (1974, vom Album Rampant): Kraftvolle Gitarrenriffs treffen auf treibende Rhythmen. Die Halle bebt. Das Album "Rampant" fängt Nazareth auf dem Höhepunkt ihrer kreativen Schaffensphase ein, und dieser energiegeladene Track ist ein perfektes Beispiel dafür. Bluesrock-Elemente verschmelzen mit hartem Heavy Rock zu einer explosiven Mischung. Die mittleren 70er Jahre waren Nazareths goldene Ära – "Holy Roller" beweist eindrucksvoll, warum.
  12. Turn on Your Receiver (1972, vom Album Loud 'n' Proud): Psychedelische Untertöne schimmern durch die melodischen Strukturen dieses vielseitigen Rocksongs. Nazareth beweisen hier, dass sie auch subtilere Töne beherrschen, ohne ihre Hardrock-Wurzeln zu verleugnen. Eingängige Harmonien weben sich durch geschmeidiges Gitarrenspiel, während der Song eine fast hypnotische Wirkung entfaltet. Manchmal braucht es keine Lautstärke, um zu überzeugen – manchmal reicht Klasse.
  13. Go Down Fighting (1975, vom Album Hair of the Dog): Der Titel ist Programm. Trotzige Attitüde trifft auf mitreißenden Groove, während Nazareth hier alles geben, was sie haben. Donnernde Drums treiben voran, aggressive Gitarrenriffs schneiden durch den Mix, McCaffertys entschlossener Gesang duldet keinen Widerspruch. Ein unterschätzter Kämpfer-Song, der Durchhaltevermögen und Rebellengeist feiert – perfekt für alle, die niemals aufgeben. Wer am Boden liegt, steht wieder auf – mit diesem Song im Ohr erst recht.
  14. My White Bicycle (1975, vom Album Hair of the Dog): Psychedelischer Trip meets Hardrock-Power. Was Tomorrow Ende der 60er als psychedelisches Original schufen, verwandelten Nazareth in einen kraftvollen Hardrock-Ritt. Die Coverversion zeigt die Wurzeln der Band im progressiven Rock und demonstriert gleichzeitig ihre Fähigkeit, fremde Songs komplett neu zu erfinden. Das Fahrrad ist weiß, die Gitarren sind laut, die Reise ist wild – steig ein oder bleib zurück.
  15. Woke Up This Morning (1971, vom Album Nazareth): Bluesgetränkt und erdverbunden. Das Debütalbum zeigt Nazareth noch vor ihrer Verwandlung zu Hardrock-Ikonen. Raue, ungeschliffene Atmosphäre durchzieht diesen authentischen Bluesrock-Song, der die musikalischen Anfänge der Band widerspiegelt. Hier hört man, woher sie kamen, bevor sie die Welt eroberten. Ein ehrlicher Diamant, noch im Rohzustand, aber bereits mit dem Funkeln des Kommenden – pure Authentizität ohne Studio-Politur.
  16. Star (1982, vom Album 2XS): Atmosphärisch. Episch. Emotional. Dieser Song pendelt zwischen Verletzlichkeit und Stärke, zwischen sanften Passagen und kraftvollen Ausbrüchen. McCaffertys Gesang trägt die Emotionen wie eine Fahne vor sich her, während die Band um ihn herum Klanglandschaften von epischen Dimensionen erschafft. Ein Meisterwerk der Dynamik, das die emotionale Bandbreite von Nazareth unter Beweis stellt. Manchmal muss Musik nicht laut sein, um zu berühren – manchmal reicht die richtige Balance.
  17. Morning Dew (1973, vom Album Loud 'n' Proud): Bonnie Dobsons sanfte Antikriegsballade. In Nazareths Händen wird sie zur monumentalen Rock-Hymne. Die Band verwandelte den Folk-Klassiker in eine kraftvolle Interpretation mit epischem Gitarrenspiel und emotionaler Wucht. Langsam baut sich die Spannung auf, Schicht für Schicht, bis sie sich in einem explosiven Finale entlädt. Was als Morgentau begann, endet als Sturmflut – Nazareth in ihrer ganzen transformativen Kraft.
  18. Place in Your Heart (1978, vom Album No Mean City): Melodisch, gefühlvoll, kraftvoll. Die späten 70er Jahre zeigen Nazareth von einer softeren Seite, ohne dabei an Intensität zu verlieren. Gefühlvolle Harmonien und einfühlsame Instrumentierung beweisen, dass Hardrock und Emotionalität keine Gegensätze sind. Ein unterschätztes Juwel aus einer Phase, in der viele Hardrock-Bands bereits ihre beste Zeit hinter sich hatten. Nazareth aber schrieben einfach weiter großartige Songs – wie diesen.
  19. Beggar's Day (1975, vom Album Hair of the Dog): Sozialkritik trifft auf schwere Riffs. Die düstere Atmosphäre erzählt von den Schattenseiten des Lebens, von Armut und Verzweiflung. McCaffertys eindringlicher Gesang verleiht den Worten zusätzliches Gewicht, während die Band um ihn herum eine bedrückende Klangkulisse erschafft. Nazareth als soziale Chronisten ihrer Zeit, verpackt in kompromisslosem Hardrock. Ein Klassiker des "Hair of the Dog"-Albums, der zeigt: Rockmusik kann mehr sein als Unterhaltung – sie kann auch Spiegel der Gesellschaft sein.
  20. Shanghai'd in Shanghai (1974, vom Album Rampant): Exotisch, experimentell, faszinierend anders. Orientalisch inspirierte Melodien treffen auf ungewöhnliche Rhythmen und schaffen eine atmosphärische Dichte, die in der Nazareth-Diskografie einzigartig ist. Die Band wagt sich hier auf unbekanntes Terrain und beweist Mut zum Experiment. Dieser Track zeigt Nazareth als musikalische Grenzgänger, die sich nicht mit dem Bewährten zufriedengeben wollten. Mutig, anders, und genau deshalb unvergesslich – ein faszinierendes Experiment, das aufging.

Einfluss auf die Rockgeschichte

Nazareth gehören zu den Pionieren des Hardrock, die fast zeitgleich mit anderen Urgesteinen wie Led Zeppelin, Deep Purple, Black Sabbath und Uriah Heep gegründet wurden. Ihr bluesbeeinflusster, zunehmend härter rockender Stil prägte eine ganze Generation von Rockbands. Besonders ihre Fähigkeit, Coverversionen wie "Love Hurts" oder "This Flight Tonight" zu kraftvollen Hardrock-Hymnen umzuarbeiten, setzte Maßstäbe in der Rockmusik.

Die Band erhielt dafür diverse Platin-, Gold- und Silber-Auszeichnungen in der ganzen Welt, mit 3 Platin- und 8 Goldalben allein aus Kanada. Ihr musikalischer Einfluss reicht von der klassischen Hardrock-Ära der 70er Jahre bis in die moderne Rockmusik. Die Kombination aus Dan McCaffertys einzigartig rauer Stimme, den kraftvollen Gitarrenriffs von Manny Charlton und der soliden Rhythmusarbeit machte Nazareth zu einer der authentischsten Hardrock-Bands ihrer Zeit.

Besonders bemerkenswert ist, dass Nazareth es geschafft haben, über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg ihre Originalität zu bewahren und sich im harten Music-Business zu behaupten. Während viele ihrer Zeitgenossen längst aufgegeben haben oder nur noch sporadisch auftreten, rockt Nazareth immer noch mit voller Kraft und Spielfreude.

Entwicklung des Sounds von Nazareth

Nazareth begannen ihre Karriere in den späten 1960er Jahren mit einem stark bluesbeeinflussten Rock. Als Coverband tourten sie zunächst durch kleine Pubs und Bars in Schottland. Mit dem Wechsel nach London begann eine erfolgreiche Phase für die zunehmend härter rockenden Musiker.

In den 1970er Jahren erreichte die Band ihren kommerziellen und künstlerischen Höhepunkt. Produziert von Deep-Purple-Bassist Roger Glover, veröffentlichten sie zwischen 1973 und 1979 ausnahmslos einwandfreie bis überragende Alben. Klassiker wie "Razamanaz" (1973), "Loud 'n' Proud" (1973), "Rampant" (1974) und vor allem "Hair of the Dog" (1975), das bis heute ihr erfolgreichstes Album ist, prägten den Sound der Band.

Der Sound von Nazareth zeichnet sich durch kraftvolle Gitarrenriffs, eine solide Rhythmussektion und die unverwechselbare, raue Stimme von Dan McCafferty aus. Die Band schaffte es meisterhaft, harten Rock mit melodischen Elementen und gelegentlichen Balladen zu verbinden. Ihre Fähigkeit, bekannte Songs anderer Künstler in kraftvolle Hardrock-Versionen zu verwandeln, wurde zu einem ihrer Markenzeichen. Auch nach Besetzungswechseln – insbesondere nach dem Ausstieg von Dan McCafferty 2013 aus gesundheitlichen Gründen und dem Wechsel zu Gianni Pontillo 2026 - hat Nazareth ihren charakteristischen Sound bewahrt. Mit dem neuen Sänger am Mikrofon, der die Tradition kraftvollen Gesangs fortsetzt, bleibt die Band ihrer musikalischen DNA treu: schnörkellos, konventionell, klassisch und zeitlos.

Tickets für Nazareth in Hallstadt

Das Konzert in Hallstadt ist Teil der "Still Rockin' Hard Tour 2026", bei der die legendären schottischen Hardrocker einmal mehr zeigen werden, weshalb sie auch nach mehr als 55 Jahren nichts von ihrer Bühnenpräsenz eingebüßt haben. Der Auftritt von Nazareth im Vamos in Hallstadt findet am Samstag, 21. März 2026, um 20.00 Uhr statt.

Nazareth 2026 live in Hallstadt - hier gibt es die Tickets

Wenn die Rock-Legende erneut auf europäische Städte zurollt, erleben die Besucher eine Band hautnah, die nach über 55 Jahren noch vor Spielfreude strotzt und bestens für die Zukunft gerüstet ist. Im Programm stehen alle Hits und kraftvoller Power-Rock: Klassiker wie "This Flight Tonight", "Expect No Mercy", "Hair Of The Dog", "Dream On" und natürlich "Love Hurts" gehören ebenso dazu wie neue Songs vom aktuellen 25. Studioalbum "Surviving The Law", mit dem die Urväter des Rock auf ihrer Europa-Tournee 2026 unterwegs sind.

Besonders gespannt dürfen die Fans auf den neuen Sänger Gianni Pontillo sein, der seit Januar 2026 bei Nazareth ist. Mit seiner unglaublichen Stimme und musikalischen Erfahrung interpretiert er den klassischen Nazareth-Sound und setzt zugleich eigene Akzente. Pete Agnew betont, dass die Band mit Gianni Pontillo wieder in der Lage ist, all die Hits in der Original-Tonart darzubieten – etwas, das es seit 2014 so nicht mehr gegeben hat. Der Vorverkauf läuft bereits – Tickets gibt es in unserem Ticketshop ab 49,65 Euro*. Karten sind außerdem an allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter der Hotline 0951-23837 oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de erhältlich.

Tickets für Nazareth in Mellrichstadt

Nazareth treten 2026 auch in Mellrichstadt auf. Die legendäre Hardrock-Band wird am Samstag, 11. April 2026, um 20.00 Uhr in der Oskar-Herbig-Halle spielen. Der ursprünglich für den 20. März 2026 geplante Termin wurde auf den 11. April verschoben. Als Vorband ist die "Road House Band" mit dabei, die mit Songs von Jimi Hendrix, The Clash, Rory Gallagher und Jeff Healey die Halle schon einmal auf Betriebstemperatur rocken wird. Der Einlass beginnt um 19.00 Uhr, die Support-Band startet ab 19.45 Uhr.

Nazareth 2026 live in Mellrichstadt - hier gibt es die Tickets

An der Seite von Gianni Pontillo steht und rockt Pete Agnew, Gründungsmitglied und superb am Bass mit vollem Einsatz. An den Drums donnert sein Sohn Lee Agnew die treibenden Beats, dass es nur so knallt. Gitarrist Jimmy Murrison, der dienstälteste Gitarrist der Bandgeschichte (seit 1994), ausgestattet mit dem klassischen Rockbesteck aus Gibson Les Paul und Marshall-Stack, lässt in seiner Präsenz und seinem Spiel das fetzig Gute aus der Vergangenheit kraftvoll und sehr atmosphärisch aufleben.

Mit dem Tour-Motto "Immer noch hart am Rocken" geben Nazareth unmissverständlich die Richtung vor. Im Programm stehen eine aggressive Bühnenshow und das Allüren-freie, korrekte Auftreten der Musiker – Eigenschaften, die Rockfans weltweit an der Band schätzen. Die Oskar-Herbig-Halle ist rollstuhlgerecht. Schwerbehinderte Personen ab 70% GdB und Rollstuhlfahrende erhalten 50% Ermäßigung auf den Ticketpreis. Der Vorverkauf läuft - hier geht es zum Ticketshop ab 48,50 Euro*.

Neben Nazareth kommen 2026 weitere Rock-Legenden nach Franken: Deep Purple, Uriah Heep, Stahlzeit und In Extremo stehen auf den großen Bühnen der Region und versprechen unvergessliche Live-Erlebnisse für Hardrock-Fans. Auch die britischen Hardrock-Pioniere Deep Purple gastieren 2026 gleich zweimal in Franken – mit einem Open-Air-Konzert auf dem Schlossplatz in Coburg im Juni und einem Hallenkonzert in der PSD-Bank-Arena Nürnberg im November. Die Hardrock-Legenden Uriah Heep touren ebenfalls 2026 durch Deutschland und machen im Rahmen ihrer "Legends of Rock Tour" Station am Brombachsee beim Festival "Lieder am See", wo sie gemeinsam mit Mother's Finest und Wishbone Ash auftreten.

Wer sich für weitere Rock- und Metal-Konzerte in Franken 2026 interessiert, findet eine große Auswahl: Von Powerwolf über In Extremo bis hin zu Stahlzeit stehen zahlreiche Bands auf den Bühnen der Region. Über 50 Festivals verwandeln Franken 2026 in ein Musik-Paradies – darunter Rock im Park mit Linkin Park und Iron Maiden, das Summer Breeze in Dinkelsbühl und das Festival Mediaval in Selb mit einem vielfältigen Programm für jeden Musikgeschmack.

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